Kita Küpkersweg als erster Sonnenschutzkindergarten in Oldenburg ausgezeichnet

Die Studentenselbsthilfe-Kindertagesstätte im Küpkersweg hat am Präventionsprojekt „SunPass – Gesunder Sonnenspaß für Kinder“ teilgenommen und sich durch eine Sonnenschutzvereinbarung mit der Niedersächsischen Krebsgesellschaft und der IKK classic verpflichtet, aktiv Hautkrebsvorsorge in der Einrichtung zu betreiben.

Dafür erhielt der Kindergarten jetzt als erste Kita in Oldenburg das Zertifikat als Qualitätsnachweis.

Zur Feier des Tages ist auch der Oldenburger Musiker Jürgen Fastje in die Kita im Küpkersweg gekommen. Er begleitet bereits seit 20 Jahre die Aktivitäten des Kindergartens. Gemeinsam mit den Kindern präsentierte der Künstler sein eigens komponiertes Lied „Sommer, Sonne, Sonnenschein“. Der Text zu dem Lied, bei dem es um den Schutz vor Sonnenbrand geht, stammt von den Kindern der Kita. Sie wissen ganz genau, wie man sich vor schädlichen UV-Strahlen schützen und trotzdem Spaß im Freien haben kann, denn ihre Tagesstätte hat am Präventionsprojekt SunPass von der Europäischen Hautkrebs-Stiftung teilgenommen. Dafür wurde die Kita als erste in Oldenburg mit dem Zertifikat von der Niedersächsischen Krebsgesellschaft und der IKK classic ausgezeichnet. Das Projektende feierten die Kinder gemeinsam mit ErzieherInnen und Eltern.

Sonnenschutz so selbstverständlich wie Zähneputzen

„Immer mehr Menschen in Deutschland erkranken an Hautkrebs, jährlich steigen die Neuerkrankungszahlen um bis zu zehn Prozent“, verdeutlicht Stephan Jahn, Gesundheitsmanager bei der IKK classic, die Wichtigkeit von frühzeitigen Schutzmaßnahmen. „Sonnenbrände in der Kindheit sind der größte Risikofaktor, später an Hautkrebs zu erkranken. Deshalb ist es so wichtig Sonnenbrände bei Kindern zu vermeiden.“ Jennifer Schiller, Projektleiterin bei der Niedersächsischen Krebsgesellschaft, ergänzt, dass Kinderhaut viel dünner als die von Erwachsenen sei und sie schneller durch die Sonne geschädigt würde, weil sich der hauteigene Schutz erst im Laufe der Zeit bilde. Sie sagt: „Sonnenschutz sollte so selbstverständlich werden wie tägliches Zähneputzen. Nur wenn wir unsere Kinder von klein auf vor den Folgen intensiver Sonnenstrahlung schützen, können wir die Zahl von Hautkrebserkrankungen langfristig senken.“

Gesundheitsbewusste Erziehung hat hohen Stellenwert in der Kita Küpkersweg

Aktive Gesundheitsförderung ist bei der Kita Küpkersweg seit langem ein wichtiges Thema. Deshalb waren sich Kita-Leiter Karl Raschke und seine MitarbeiterInnen schnell einig, als ihnen Stephan Jahn von der IKK classic das „SunPass“-Projekt vorstellte und zur Teilnahme einlud. „Natürlich wollten wir mitmachen“, sagt Raschke. „Dass alles so gut geklappt hat und wir uns jetzt Sonnenschutzkindergarten nennen können, macht uns stolz.“

Um das zu erreichen musste der Kindergarten verschiedene Maßnahmen zum Sonnenschutz umsetzen, die in einer Sonnenschutzvereinbarung fixiert wurden. „Das hat die Kita Küpkersweg vorbildhaft gemacht“, sagt Stephan Jahn. Karl Raschke hatte das Projekt zur Chefsache erklärt und alle Aktivitäten koordiniert. Gleich zu Beginn wurden die Kita-Eltern über die Planungen informiert, denn auch sie waren bei der Umsetzung beteiligt. Ende Mai hat dann der Oldenburger Hautarzt Dr. Martin Schlaeger Eltern und ErzieherInnen über Hautkrebs und Besonderheiten bei der Prävention speziell bei Kindern aufgeklärt. Die IKK classic stattete alle 95 Kinder mit jeweils einer Schirmmütze mit Nackenschutz und Sonnenschutzcreme Lichtschutzfaktor 50 aus. Gleich am Eingang hat der Kindergarten eine Sonnenschutzecke eingerichtet, in der wöchentlich die UV-Werte bekannt gegeben werden. Mit einem Farbsystem wird der jeweilige Wert visualisiert, damit die Kinder einschätzen können, welcher Schutz notwendig ist. Der Blick in diese Ecke wurde selbst für die Kleinsten schnell zur Routine und sie passten eigenständig ihr Verhalten an die Empfehlungen an. Bauliche Maßnahmen, wie das Setzen von Sonnensegeln, waren nicht notwendig, weil auf dem Kita-Gelände ausreichend Spielfläche mit Schatten vorhanden war.

„Das Zertifikat ist nur der Anfang“, sichert der Kita-Leiter zu. „Wir werden die Maßnahmen weiterhin durchführen, regelmäßig überarbeiten und wenn nötig, an veränderte Voraussetzungen anpassen.“ Erfahrungen mit dem Projekt „SunPass“ zeigen immer wieder, dass Sonnenschutzmaßnahmen schnell zur Selbstverständlichkeit im Kita-Alltag und von den Jungs und Mädchen ohne Probleme akzeptiert werden. Die Freude, gerade im Sommer draußen spielen zu können, hat sich dadurch für die Kinder nicht verändert.

Hintergrund:

Um den Sonnenschutz in Kindergärten zu verbessern, hat die Europäischen Hautkrebsstiftung (ESCF) 2009 das Projekt SunPass ins Leben gerufen. Die Aktion wird in Deutschland gemeinsam mit den Landeskrebsgesellschaften durchgeführt. Aktuell beteiligen sich zwölf Krebsgesellschaften. Die Niedersächsische Krebsgesellschaft ist seit 2013 dabei. Seit 2015 führt sie die Aktion in Kooperation mit der Krankenkasse IKK classic durch. Insgesamt wurden bisher 32 Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen mit dem Zertifikat „Sonnenschutzkindergarten“ ausgezeichnet.

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