Hausapotheke einmal im Jahr überprüfen

Der Inhalt der Hausapotheke sollte mindestens einmal im Jahr genauer unter die Lupe genommen werden. Das empfiehlt die Krankenkasse IKK classic. Dabei sollten abgelaufene Medikamente entsorgt und der Inhalt vervollständigt werden.

„Ist das auf der Verpackung aufgedruckte Haltbarkeitsdatum eines Arzneimittels überschritten, sollte es nicht mehr angewendet werden“, erklärt Peter Rupprecht von der IKK classic. „Anders als bei den meisten Lebensmitteln, ist bei Medikamenten kein Mindesthaltbarkeits-, sondern das Verfallsdatum angegeben.“ Liegt das in der Vergangenheit, ist Präparat unter Umständen nutzlos, weil sich der Wirkstoff verflüchtigt hat. Nach Ablauf der Frist haftet der Hersteller auch nicht mehr für mögliche Schäden. „Das Verfallsdatum gilt nur für ungeöffnete Arzneimittel“, gibt Rupprecht zu bedenken. „Cremes und flüssige Präparate halten nach dem Öffnen nur für einen bestimmten Zeitraum, der in der Packungsbeilage angegeben ist und unbedingt beachtet werden sollte.“

Aussortierte Tabletten und Salben gibt man am besten bei den Schadstoffsammelstellen oder in seiner Stammapotheke ab. Dort werden sie sicher und umweltbewusst entsorgt, Unter Umständen können Medikamente auch einfach über die Restmülltonne entsorgt werden. Ein Anruf beim zuständigen Entsorgungsunternehmen verschafft Klarheit. Auf keinen Fall dürfen Arzneimittel in die Toilette geworfen werden, denn das kann Folgen für das Grund- und Trinkwasser haben.

Enthalten sollte die Hausapotheke neben Heftpflaster, Verbandpäckchen und Mullbinden auch eine Pinzette, Einmalhandschuhe zum Schutz vor Infektionen und ein Fieberthermometer. Für kleinere und plötzliche Beschwerden sollten Medikamente gegen Schmerzen, Fieber, Verdauungsprobleme und Durchfall vorrätig sein. Wichtig sind auch Wunddesinfektionsmittel und eine Wund- und Heilsalbe. Außerdem rät die IKK classic dazu, eine Liste mit den wichtigsten Notfall-Rufnummern im Medikamentenschrank aufzubewahren. Darauf gehören beispielsweise die Kontaktdaten des Hausarztes, der nächstgelegenen Apotheke, des ärztlichen Bereitschaftsdiensts 116 117, des Notrufs 112 und der Giftnotrufzentrale.

Der Aufbewahrungsort der Hausapotheke sollte trocken und kühl sein. Küche und Bad sind also nicht so gut geeignet. Sind Kinder im Haushalt, ist es sicherer, wenn Arzneimittel in einen verschließbaren Schrank gelagert werden.

Niedersachsen

Peter Rupprecht
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