Ein Wochenende für die Gesundheit und das Wir-Gefühl

Tischlerei Läken nutzt Präventionsprogramm für Handwerker in Bad Zwischenahn

Die Gesundheit von Beschäftigten im Handwerk zu stärken, das ist das gemeinsame Ziel von der IKK classic, der Landesvertretung der Handwerkskammern Niedersachsen und dem Niedersächsischen Heilbäderverband. Dafür haben die Partner das Vorsorgeprogramm „Fit bleiben im Handwerksbetrieb“ entwickelt. Die zertifizierten Präventionswochenenden, die speziell die Gesundheitsrisiken im Handwerk in den Fokus rücken, werden seit 2019 in Bad Pyrmont und Bad Zwischenahn angeboten. In diesem Jahr ist Bad Nenndorf im Schaumburger Land neu hinzugekommen.

Das Angebot „Fit bleiben im Handwerksbetrieb“ können Beschäftigte im Handwerk individuell buchen, aber auch Betriebe für ihr gesamtes Team. Pro Person kostet die Teilnahme 350 Euro. Die IKK classic erstattet ihren Versicherten davon 180 Euro. Andere Krankenkassen beteiligen sich zum Teil ebenso an den Kosten. Ein Unternehmen, das das Angebot für seine Beschäftigten genutzt hat, war die Läken Tischlerei & Fenstertechnik GmbH aus Rhede (Ems). An drei verschiedenen Wochenenden haben fast alle Mitarbeiter des Handwerksbetriebs an dem Programm in Bad Zwischenahn teilgenommen, beim letzten war auch der Chef dabei.

„Wir haben im ‚Norddeutschen Handwerk‘ einen Artikel über das Angebot gelesen und gleich gedacht, dass das was für uns ist“, sagt Martin Läken. „Gemeinsame Ausflüge zur Stärkung des Wir-Gefühls haben schon Tradition in unserem Betrieb und wenn wir alle dabei noch etwas für unsere Gesundheit tun, lohnt sich das doch gleich doppelt.“ Die Kosten für die Beschäftigten hat die Firma übernommen, auch die Arbeitszeit am Freitag wird vergütet. Das Engagement von ihrem Arbeitgeber schätzen die Mitarbeiter sehr. „Ich finde es toll, dass die Geschäftsführung uns so ein großzügiges Angebot macht, denn das ist nicht Standard im Handwerk“, freut sich Tischlermeister Alexander Schenk. „Neben den Kosten bedeutet es ja auch einen großen Planungsaufwand, wenn 15 Mitarbeiter im Betrieb fehlen, die Arbeit aber natürlich trotzdem gemacht werden muss.“

Wirtschaftlicher Erfolg braucht fitte Mitarbeiter

Die Gesundheit ihrer Mitarbeiter war für Sabine und Martin Läken von Anfang an schon eine Herzensangelegenheit. Seit 2004 führen sie gemeinsam das 1898 gegründete Familienunternehmen. Sie sind bereits die vierte Generation. Die Tischlerei im Landkreis Emsland ist spezialisiert auf Fenstersysteme und Innenausbau.

Den Schlüssel zu ihrem Erfolg sieht das Ehepaar Läken im hohen Anspruch in puncto Gestaltung, Funktionalität, Service und Verarbeitung. Um das Qualitätsversprechen einlösen zu können, braucht der Handwerksbetrieb verantwortungsbewusste und fachlich gut qualifizierte Mitarbeiter. Die hat er: Insgesamt 45 Mitarbeiter sind in dem Unternehmen angestellt, davon 20 in der Produktion und 25 in der Verwaltung und Montage. Eine ganze Reihe von ihnen arbeitet bereits seit vielen Jahren bei der Firma Läken GmbH. „Fluktuation ist bei uns eigentlich gar kein Thema“, freut sich der Chef. Damit das auch in Zeiten des Fachkräftemangels so bleibt, tut das Unternehmerpaar eine Menge.

„Ganz wichtig ist uns ein gutes Betriebsklima, in dem sich jeder wohl und wertgeschätzt fühlt“, beschreibt Martin Läken die Firmenphilosophie. „Dazu gehört auch, dass wir Voraussetzungen für unsere Mitarbeiter schaffen, damit sie ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Familienleben hinbekommen können, denn auch das ist Gesundheitsvorsorge und nimmt unseren Leuten viel Stress.“ Für dieses Engagement ist der Betrieb bereits seit 2013 als familienfreundlicher Betrieb zertifiziert.

Damit die körperliche Arbeit nicht der Gesundheit schadet, setzt das Unternehmen auch auf technische Unterstützung. „Wir haben Maschinen angeschafft, die unsere Angestellten beim Tragen von schweren Lasten und Produkte unterstützen“, berichtet Läken. „Außerdem haben sie die Möglichkeit, gratis Rückenkurse in einem Fitnessstudio zu besuchen.“

Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit

Worauf es bei der gesunden Ernährung im Berufsalltag ankommt, wie Stress möglichst vermieden oder zumindest schnell abgebaut werden kann und mit welchen sportlichen Übungen der Körper fit bleibt, steht auf dem Stundenplan für das Präventionswochenende „Fit bleiben im Handwerksbetrieb“.

Dass Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit, erläutert Michaela Bach von der IKK classic gleich beim Einführungsseminar „Ideen für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz“. „Auch wenn die Läken GmbH bereits ein paar Schritte weiter ist, als viele andere Handwerksbetriebe, können die Teilnehmer und ich gemeinsam noch jede Menge Anlässe und Möglichkeiten finden, wie Betriebliche Gesundheitsförderung unkompliziert in ihrem Berufsalltag eingebaut werden kann“, ist sich die Gesundheitsmanagerin sicher. „Meine Kollegen und ich sind jeden Tag in Werkshallen und auf Baustellen unterwegs und können auf einen entsprechend großen Erfahrungsschatz aus der Praxis zurückgreifen.“ Dass sie auch die gleiche Sprache wie die Handwerker spricht, zeigt sich in der gelösten Atmosphäre, die in dem Veranstaltungsraum mit Blick über das Zwischenahner Meer herrscht.

Auch bei den folgenden Kurseinheiten kommt der Spaß für die Teilnehmer nicht zu kurz. „Natürlich wollen wir viele Informationen darüber vermitteln, wie jeder selbst Einfluss auf seine Gesundheit nehmen kann, aber das muss ja nicht mit erhobenem Zeigefinger oder in langweiligen Vorträgen geschehen“, sagt Ilka Lemkemeyer von der Kurbetriebsgesellschaft Bad Zwischenahn. „Wir achten schon bei der Organisation unserer Angebote für Handwerksbetriebe darauf, dass sich Vergnügen und Wissensvermittlung die Waage halten.“

Gesundheit ist Thema Nr. 1 im Betrieb

Martin Läken findet, dass das gelungen ist und freut sich auch noch einige Tage nach dem Präventionswochenende, dass viele seiner Leute das Angebot „Fit bleiben im Handwerksbetrieb“ genutzt haben. „Gesundheit ist im Moment das Thema Nr. 1 bei uns Betrieb“, sagt der Firmeninhaber. Das bestätigt auch sein Mitarbeiter Joschka Berling: „Viele Kollegen bringen sich jetzt frische und selbstgemachte Mahlzeiten für die Mittagspause mit, ich auch – und jeder hat gute Tipps parat.“ Der Tischlermeister ist überzeugt davon, dass es ein großer Vorteil ist, wenn das ganze Team zusammen an dem Präventionsprogramm teilnimmt, denn: „So ein Wochenende macht mit den Kollegen natürlich mehr Spaß, aber das gemeinsam Gelernte bleibt auch viel länger im Gespräch, weil man jeden Tag viel Zeit miteinander verbringt.“

Informationen zum Präventionsprogramm für Handwerker: www.fit-bleiben-im-handwerksbetrieb.de

 

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Zusammen zubereitet und probiert: Chef und Mitarbeiter von der Läken Tischlerei & Fenstertechnik GmbH testen Alternativen zu Fastfood

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Wirbelsäule entlasten: In der Rückenschule stehen Übungen zur Stärkung der Muskulatur auf dem Stundenplan

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