Trotz Pandemie: Weniger Krankschreibungen in Niedersachsen und Hamburg

IKK classic wertet aktuelle Arbeitsunfähigkeitsdaten aus

Nach einem Anstieg im März hat sich das Krankheitsgeschehen unter den Versicherten der IKK classic wieder normalisiert und liegt unter dem Vorjahresniveau. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten von rund 1,5 Millionen Versicherten der bundesweiten Handwerker-Krankenkasse hervor. Das positive Ergebnis zeigt sich auch bei den Mitgliedern in Niedersachsen und Hamburg.

Demnach waren im Mai dieses Jahres unter den bei der IKK classic (mit Anspruch auf Krankengeld) versicherten Arbeitnehmern 140.063 Personen mindestens einen Tag krankheitsbedingt arbeitsunfähig. Dies entspricht einer Arbeitsunfähigkeitsquote (AU-Quote) von 9,6 Prozent. Sie liegt damit unter dem Vorjahreswert von 14 Prozent. „In der Landesdirektion Niedersachsen/Hamburg beobachten wir die gleiche Entwicklung“, sagt Landesgeschäftsführer Andreas Schönhalz. „Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt bei der IKK classic war die AU-Quote in Niedersachsen und Hamburg im diesjährigen Mai mit 9,2 Prozent sogar etwas niedriger, im Mai 2019 betrug sie 13,8 Prozent.“

Auch in den Monaten Januar, Februar und April lag die AU-Quote bei der IKK classic jeweils unter dem Vorjahresniveau. Bis zum 31. Mai reichten bundesweit 38,9 Prozent der versicherten Beschäftigten mindestens eine Krankschreibung ein, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 42,6 Prozent. In Niedersachsen und Hamburg betrug der Wert bis Ende Mai in diesem Jahr zusammen 36,9 Prozent (Januar bis Mai 2019: 41,8 Prozent).

„Der Anstieg der Arbeitsunfähigkeitszahlen, den wir im März dieses Jahres verzeichneten, fiel mit dem Beginn der Corona-Krise und der deswegen geschaffenen Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung bei Atemwegsproblemen zusammen“, erläutert Andreas Schönhalz die Statistik. „Die Kurve flachte danach aber sehr schnell wieder ab.“

Verantwortungsbewusster Umgang mit telefonischer Krankschreibung

Vom 9. März bis zum 31. Mai konnten Ärzte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nach telefonischer Konsultation ausstellen, wenn sie eine Atemwegserkrankung diagnostizierten. Damit sollten zum einen Arztpraxen entlastet, vor allem aber Infektionsrisiken durch Arztbesuche möglicher Corona-Infizierter vermieden werden. Einige Arbeitgeber befürchteten, dass es zu Missbrauch dieser Möglichkeit kommen könnte „Unsere Auswertung zeigt aber deutlich, dass alle Beteiligten sehr verantwortungsbewusst mit der erleichterten Krankschreibung umgegangen sind“, sagt der IKK classic-Landesgeschäftsführer.

Als einen möglichen Grund für das aktuell eher verhaltene Krankheitsgeschehen vermutet die IKK classic, dass sich Patienten mit Arztbesuchen momentan immer noch zurückhalten, um sich nicht einem vermeintlich erhöhten Ansteckungsrisiko mit dem Corona-Virus auszusetzen. Die Sorge sei aber unbegründet. Praxen erfüllen hohe Hygienestandards und haben sich sehr gut auf Patientenbesuche während der Pandemie eingestellt. Deshalb appelliert Andreas Schönhalz an alle, die zögern: „Bitte schieben Sie Praxistermine nicht auf und gehen bei gesundheitlichen Beschwerden zum Arzt. Wer wichtige Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrnimmt oder sogar deutliche Krankheitssymptome ignoriert, riskiert womöglich schwere Gesundheitsschäden.“

Aktuelle Corona-Zahlen

Von den bundesweit rund 3,1 Millionen Versicherten der IKK classic erkrankten bislang 5.313 Personen nachweislich an einer Covid-19-Infektion (Stand: 07.06.2020). 161 von ihnen leben in Niedersachsen, 86 in Hamburg. Insgesamt 242 IKK classic-Versicherte sind bisher mit dem Corona-Virus verstorben, darunter zwei Versicherte aus Niedersachsen und sieben aus Hamburg.

„Diese Statistik ist natürlich nur eine Momentaufnahme“, so der IKK classic-Landesgeschäftsführer. „Sie zeigt auch nur die Zahl der Infektionen, sagt aber wenig über Schwere und Verlauf der Erkrankung oder die Todesursache aus.

© IKK Classic

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