Wieder telefonische Krankschreibungen möglich

Erfahrungen aus dem Frühjahr zeigen verantwortungsbewussten Umgang bei Ärzten und Patienten.

Seit dem 19. Oktober können sich Arbeitnehmer wieder telefonisch krankschreiben lassen. Vorerst gilt diese Ausnahmeregelung bis zum 31. Dezember 2020 und nur für leichte Atemwegserkrankungen. Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eingehende telefonische Befragung überzeugen. Die Erstbescheinigung gilt maximal für sieben Kalendertage. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere sieben Kalendertage erfolgen.

Angesichts bundesweit steigender COVID-19-Infektionszahlen und zeitgleich vermehrt auftretender grippalen Infekten will der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) volle Wartezimmer vermeiden und so das Ansteckungsrisiko minimieren. Das Gremium aus Kassenärztliche Bundesvereinigung, Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Deutscher Krankenhausgesellschaft und dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen verweist bei seinem Beschluss auf die guten Erfahrungen mit der ähnlichen Regelung aus dem Frühjahr 2020, die gezeigt hätte, dass Beschäftigte umsichtig mit der Krankschreibung per Telefon umgehen.

Diese Meinung teilt auch die IKK classic. „Unsere Auswertung des Arbeitsunfähigkeitsgeschehen von März bis Ende Mai zeigt deutlich, dass damals alle Beteiligten die Möglichkeit der Krankschreibung per Telefon verantwortungsbewusst genutzt haben“, bestätigt IKK classic-Landesgeschäftsführer Andreas Schönhalz. „Zu Beginn der Corona-Pandemie im März stiegen die Arbeitsunfähigkeitszahlen bei den IKK classic-Versicherten in Niedersachsen und Hamburg zwar kurzfristig an und lagen über dem Vorjahreswert, ab April flachte die Kurve aber sehr schnell wieder ab. Die Arbeitsunfähigkeitsqoute, die den Anteil von Versicherten mit mindestens einem Arbeitsunfähigkeitstag anzeigt, lag im April und Mai sogar jeweils unter den Vergleichswerten von 2019.“

Profilbild Pressereferent Peter Rupprecht © IKK Classic

Niedersachsen

Peter Rupprecht
Pressereferent

Tel.: 040 54003 460014
Fax: 040 54003 461029

peter.rupprecht@ikk-classic.de
twitter.com/IKKcl_Presse_HH