Immer weniger Schlaganfalltote im Rheinisch-Bergischen Kreis

2017 starben im Rheinisch-Bergischen Kreis 194 Menschen an einem Schlaganfall – 6,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor

(20.11.2019) Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist die Zahl der Todesfälle aufgrund eines Schlaganfalles 2017 gesunken. „Starben laut aktuellsten Zahlen des Landesamts für Statistik NRW im Jahr 2016 noch 206 Menschen an einem Schlaganfall, so waren es 2017 nur noch 194, ein Rückgang um 6,2 Prozent“, so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. In ganz NRW erlagen im Jahr 2017 10.541  Menschen einem Schlaganfall, 6,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

In erster Linie betrifft die Erkrankung ältere Menschen. „Über 90 Prozent der Betroffenen im Kreis waren zum Zeitpunkt des Schlaganfalls 70 Jahre oder älter“, so Michael Lobscheid. Ausgelöst wird ein Schlaganfall, wenn Blutgefäße verstopft sind oder platzen. Es entsteht ein plötzlicher Sauerstoffmangel, der die Hirnfunktion und damit die Steuerung des Körpers stark beeinträchtigt. Symptome eines Schlaganfalls sind Sprach- und Sprechstörungen, Sehstörungen mit plötzlicher Erblindung eines Auges, herabhängender Mundwinkel, halbseitige Lähmungserscheinungen und/oder Taubheitsgefühle einer Körperseite. Bei einem Schlaganfall ist es besonders wichtig, so schnell wie möglich Hilfe zu holen. Denn: „Für die Behandlung hat man maximal 4,5 Stunden nach Auftreten der Symptome Zeit und schon nach drei Minuten ohne Sauerstoff beginnen die empfindlichen Nervenzellen abzusterben“, so Michael Lobscheid.

Warum die Zahl der Todesfälle durch einen Schlaganfall seit Jahren sinkt, ist nicht eindeutig klar. Gründe hierfür sind aber sicherlich die bessere Information der Bevölkerung und vor allem die sogenannten „Stroke Unitis“ an den Krankenhäusern, die seit Mitte der 90er Jahre in NRW aufgebaut wurden. In diesen Schlaganfall-Spezialstationen arbeiten interdisziplinäre Behandlungsteams, die über eine entsprechende diagnostische Infrastruktur und Erfahrung verfügen und so eine unverzügliche Akutbehandlung eines Schlaganfalls gewährleisten. In Bergisch-Gladbach verfügt beispielsweise das Marien-Hospital über eine solche Einheit.

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