Gegen den NRW-Trend: Zahl der Pflegekräfte in Köln gesunken

Ende 2017 arbeiteten in Köln 11.638 Menschen in Pflegeeinrichtungen – 1,7 Prozent weniger als zwei Jahre zuvor – NRW weit stieg die Zahl um 5,4 Prozent

(19.03.2019) Ende 2017 arbeiteten in Köln laut den aktuellsten Zahlen des Statistischen Landesamts 11.638 Menschen in Pflegeeinrichtungen – 1,7 Prozent weniger als Ende 2015. „Damit fällt Köln deutlich aus dem Trend in NRW, wo die Zahl der Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen in diesem Zeitraum um 5,4 Prozent gestiegen ist. Das Bild wird noch negativer, wenn man sich den Zeitraum 2013 bis 2015 in Köln anschaut, wo einer Steigerung von 11,6 Prozent bei den Beschäftigten zu verzeichnen war. Offensichtlich ist der Fachkräftemangel in der Domstadt noch dramatischer, als in vielen anderen Kommunen“, so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Pflegebedürftigen rasant. Ende 2017 waren fast 770.000 Menschen in NRW pflegebedürftig, 2015 waren es nur rund 638.000. Diese Steigerung erklärt sich allerdings zum Teil dadurch, dass Anfang 2017 der Pflegebedürftigkeitsbegriff erweitert wurde, um auch den Pflegebedarf von Demenzkranken abzudecken.

Unterschiedlich entwickelte sich in Köln von Ende 2015 bis Ende 2017 die Beschäftigtenzahl bei den ambulanten Pflegediensten und den stationären Pflegeeinrichtungen. Während die Zahl der Mitarbeiter/innen bei den ambulanten Pflegediensten um 1,5 Prozent von 3.863 auf 3.922 stieg, sank sie bei den stationären Pflegeeinrichtungen um 3,2 Prozent von 7.971 auf 7.716. Die Zahl der Pflegeeinrichtungen verringerte sich im gleichen Zeitraum von 241 auf 239, davon waren 131 ambulante Pflegedienste (2015: 134) und 108 stationäre Pflegeeinrichtungen (2015: 107).

Nordrhein

Michael Lobscheid
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