Tödliche Tendenz: Immer mehr Raucher und Raucherinnen aus Düsseldorf müssen im Krankenhaus behandelt werden

2007 wurden in Düsseldorf 3.635 Menschen wegen raucherspezifischen Er-krankungen behandelt – bis 2017 stieg die Zahl um 21,5 Prozent auf 4.415 – vor allem immer mehr Frauen betroffen

(25.06.2019) COPD, Lungen- und Bronchial-, Kehlkopf- oder Luftröhrenkrebs – die durch das Rauchen bedingten Krankheiten sind vielfältig und die Zahl der Erkrankten steigt immer weiter an – auch in Düsseldorf. „Wurden laut Angaben des Statistischen Landesamts NRW im Jahr 2007 noch 3.635 Männer und Frauen wegen einer Raucherkrankheit vollstationär im Krankenhaus behandelt, so waren es 2017 bereits 4.415, dies entspricht einer Steigerung von 21,5 Prozent“, so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. 2.122 dieser Fälle waren auf eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und 2.293 Fälle auf Lungen- und Bronchial-, Kehlkopf- oder Luftröhrenkrebs zurückzuführen. Das durchschnittliche Alter der Patienten lag dabei NRW-weit bei 69,1 Jahren.

Besonders auffällig bei dieser Entwicklung ist der deutliche Anstieg der Erkrankungen bei Frauen. Hier stieg die Zahl der Krankenhausbehandlungen in Düsseldorf innerhalb von zehn Jahren um 30,6 Prozent - von 1.508 auf 1.969. Dafür gibt es mehrere Gründe. „Die jetzige Genration, die an Raucherkrankheiten leidet, hat vor etwa 30 bis 40 Jahren mit dem Rauchen begonnen - meistens im Alter von 14, 15 Jahren - die Folgen sehen wir jetzt. Gleichzeitig belegen wissenschaftliche Studien, dass bei Frauen bereits geringe Tabakmengen ausreichen, um das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs zu erhöhen“, so Michael Lobscheid. „Die dramatische Lage zeigt sich auch daran, dass Lungenkrebs mittlerweile bei Frauen die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen ist.  Aber auch die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs oder Brustkrebs wird durch das Rauchen wahrscheinlicher.“ Darüber hinaus beschleunigt der Tabakrauch die Hautalterung und erhöht das Risiko für Atemwegserkrankungen und Osteoporose.

Um diesen unnötigen Erkrankungen vorzubeugen, ist ein Rauchstopp dringend geboten. Nikotinersatzpräparate, wie Pflaster, Nasensprays oder Kaugummis, erhöhen oftmals die Erfolgsaussichten. Ohne die richtige Strategie und professionelles Know-how wird aber kaum jemand dauerhaft zum Nichtraucher. Hilfe finden Raucher in qualifizierten Kursen zur Raucherentwöhnung, die von den Krankenkassen angeboten und bezuschusst werden. Interessierte finden beispielsweise unter www.ikk-classic.de/gesundheitskurse Angebote in ihrer Nähe. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet für Erwachsene zudem unter www.rauchfrei-info.de ein Online-Ausstiegsprogramm.

Nordrhein

Michael Lobscheid
Pressereferent

Tel.: 02204 912 212161
Fax: 02204 912 102

michael.lobscheid@ikk-classic.de
twitter.com/IKKcl_Presse_NR