Herztod ist im Kreis Viersen Todesursache Nummer eins

Trotz vieler Verbesserungen bleiben die Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Haupttodesursache im Kreis Viersen – auf Platz zwei der Todesursachen folgen die Krebserkrankungen

(31.07.2019) Nach aktuellsten Zahlen des Statistischen Landesamts NRW starben 2017 im Kreis Viersen 1.058 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dies entspricht 31,8 Prozent aller Todesfälle. „Damit sind die Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterhin die Todesursache Nummer eins im Kreis Viersen“, so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. Zweithäufigste Todesursache waren mit  27,5 Prozent Krebserkrankungen, gefolgt von Krankheiten des Atmungssystems mit 7,1 Prozent.

Die häufigste Herz-Kreislauf-Erkrankung ist die koronare Herzkrankheit, bei der es durch Verengung der Kranzgefäße zu einer mangelnden Durchblutung des Herzens kommt. Im schlimmsten Fall führt sie zum Herzinfarkt. Auf dem zweiten Platz folgt die Herzschwäche, die oft eine Folge anderer Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie  Bluthochdruck, Herzklappen-Erkrankungen oder Herzrhythmusstörungen ist. „Ein großer Teil dieser Erkrankungen lässt sich dabei auf das persönliche Verhalten zurückführen, wenig Bewegung, Rauchen, zu hoher Alkoholkonsum und Übergewicht sind hierbei die wichtigsten Faktoren“, so Michael Lobscheid.

Allerdings gibt es durchaus auch eine positive Entwicklung: Insgesamt sterben immer weniger Menschen an Herz-Kreislauferkrankungen, 2006 waren sie noch für 37,2 Prozent aller Todesfälle im Kreis verantwortlich. „Hier zeigt sich ganz klar die positiven Effekte des medizinischen Fortschritts der letzten Jahrzehnte. So ist beispielsweise die Sterblichkeit in Deutschland nach einem Herzinfarkt von 1990 bis 2014 um 44,8 Prozent gesunken“, so Michael Lobscheid weiter. „In den vergangenen zehn Jahren erhöhte sich dadurch auch die Lebenserwartung bei Jungen um mehr als zwei Jahre, bei Mädchen um anderthalb Jahre. Auch für ältere Menschen nimmt die Lebenserwartung weiter zu. 65-jährige Männer haben statistisch gesehen noch knapp 18 Jahre vor sich, gleichaltrige Frauen sogar noch fast 21 Lebensjahre“.

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