Weniger Drogentote in Leverkusen

Zahl der Drogentoten zwischen 2008 und 2018 um 56,6 Prozent gesunken - im Gegensatz zur landläufigen Meinung fallen die meisten Drogentoten in Leverkusen nicht den „typischen“ Rauschgiften wie Heroin und Kokain zum Opfer, sondern immer noch dem Alkohol

(03.11.2020) Nach den aktuellsten Zahlen des statistischen Landesamts sind 2018 in Leverkusen 23 Menschen durch Drogenmissbrauch gestorben. 21 (91,3 Prozent) der Todesfälle waren dabei auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen, zwei Menschen starben an der Einnahme von psychotropen Substanzen oder Betäubungsmitteln.

„Hinter diesen Zahlen verbirgt sich eine durchaus positive Entwicklung: Die Zahl der Drogentoten in Leverkusen ist zwischen 2008 und 2018 um 56,6 Prozent gesunken – bei den Alkoholtoten betrug das Minus 53,3 Prozent, bei den Nutzern harter Drogen sogar 75,0 Prozent“, so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. „Sicherlich ist einer der Gründe für die zurückgehende Zahl der Drogentoten die Präventionsarbeit der letzten Jahre in Deutschland. Allerdings sollte man sich trotzdem nichts vormachen, noch immer ist der Umgang mit Alkohol und Drogen in Deutschland hoch problematisch“, so Lobscheid. So wird beispielsweise laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Deutschland deutlich mehr getrunken als im Rest der Welt. Jeder Deutsche im Alter von über 15 Jahren konsumiert im Schnitt 11,8 Liter reinen Alkohol im Jahr, das entspricht rund 500 Flaschen Bier. Weltweit liegt der Alkoholkonsum mit 6,2 Litern an reinem Alkohol noch nicht einmal halb so hoch. Auch in Europa wird weniger getrunken: 10,9 Liter reiner Alkohol pro Jahr.

Profilbild Pressereferent Michael Lobscheid © IKK Classic

Nordrhein

Michael Lobscheid
Pressereferent

Tel.: 02204 912 212161
Fax: 02204 912 102

michael.lobscheid@ikk-classic.de
twitter.com/IKKcl_Presse_NR