Säuglingssterblichkeit im Kreis Düren gesunken

2020 sind im Kreis Düren vier Säuglinge im ersten Lebensjahr gestorben, im Jahr davor waren es sechs – plötzlicher Kindstod die häufigste Ursache

(07.07.2021) 2020 sind im Kreis Düren laut des statistischen Landesamts NRW vier Säuglinge im ersten Lebensjahr gestorben, im Jahr zuvor waren es dagegen sechs. „Damit setzt sich der Trend der sinkenden Säuglingssterblichkeit im Kreis fort. Starben im Jahr 2000 noch 6,0 von 1.000 Lebendgeboren, so waren es 2020 nur noch 1,5“, so Michael Lobscheid von der IKK classic.

Die Gründe für die Säuglingssterblichkeit sind dabei vielfältig: Frühgeburten sind eine wichtige Ursache, sie treten besonders häufig bei Mehrlingsschwangerschaften auf. Auch angeborene Fehlbildungen können zum Tod in den ersten Lebenstagen führen. Dazu gehören beispielsweise Herzfehler oder die spina bifida, auch offener Rücken genannt. „Die häufigste Todesursache bei den Säuglingen ist allerdings der plötzliche Kindstod, wobei die meisten Todesfälle zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat eintreten. Der Tod tritt fast immer während des Schlafs ein. Warum dies geschieht, konnte die Wissenschaft bis heute nicht endgültig klären. Glücklicherweise folgen immer mehr Eltern den wissenschaftlichen Empfehlungen zur Vermeidung möglicher Risikofaktoren, wodurch die Zahl der Todesfälle deutlich gesunken ist. Starben Anfang der 90er Jahre in Deutschland jährlich noch rund 1.300 Babys am plötzlichen Kindstod, so sind es heute nur noch rund 150“, so Michael Lobscheid.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät zur Vermeidung des plötzlichen Kindstods, dass Babys immer in Rückenlage in einem Schlafsack und in ihrem eigenen Bett mit fester Unterlage schlafen sollten. Das Bett steht dabei idealerweise im Elternschlafzimmer. Zudem sollten die Eltern auf unnötige Utensilien im Kinderbett verzichten, die den Kopf des Säuglings bedecken könnten, beispielsweise Kissen oder Stofftiere. Generell lässt sich ein plötzlicher Kindstod außerdem eher vermeiden, wenn Eltern auf eine rauchfreie, gut temperierte Umgebung für das Kind achten. Laut Experten liegt die optimale Temperatur für Babys tagsüber bei 20 Grad, nachts sollte sie zwischen 16 und 18 Grad betragen.

Profilbild Pressereferent Michael Lobscheid

Nordrhein

Michael Lobscheid
Pressereferent

Tel.: 02204 912 212161
Fax: 02204 912 102

michael.lobscheid@ikk-classic.de
twitter.com/IKKcl_Presse_NR