2020 starben in Remscheid deutlich mehr Menschen an Atemwegserkrankungen

Verglichen mit dem Vorjahr starben 2020 34,2 Prozent mehr Menschen in Remscheid an Atemwegserkrankungen – Hauptursache hierfür ist die Corona-Pandemie.

(23.11.2021) Starben 2019 in Remscheid laut Daten des Statistischen Landesamts 199 Menschen an einer Atemwegserkrankung, so stieg die Zahl 2020 um 34,2 Prozent auf 267. „Ursächlich für diese Steigerung war vor allem die Coronapandemie. Von den 267 Toten 2020 starben allein 89 an Covid-19 – das entspricht 33,3 Prozent der an Atemwegserkrankungen Verstorbenen“, so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. „Insgesamt ist hierdurch auch der Anteil der an Atemwegserkrankungen Verstorbenen an allen Sterbefällen in Remscheid deutlich gestiegen – von 14,1 Prozent 2019 auf 17,9 Prozent im Jahr 2020“.

Die meisten Todesfälle durch Atemwegserkrankungen wurden durch Lungen-, Bronchial- und Luftröhrenkrebs verursacht (81 Verstorbene), gefolgt von chronischen Erkrankungen der unteren Atmungsorgane, wie beispielsweise COPD und Asthma (55 Verstorbene). „Viele dieser Todesfälle könnten einfach vermieden werden“, so Michael Lobscheid. „Denn bei den Männern ist bei rund 90 Prozent der Fälle, bei den Frauen bei 80 Prozent, das Rauchen für die Entwicklung von Lungen- und Bronchialkrebs verantwortlich“.

Das durchschnittliche Sterbealter der an Atemwegserkrankungen Verstorbenen in NRW lag 2020 bei 77,5 Jahre (Männer: 76,4 Jahre; Frauen 78,9 Jahre) und damit 1,6 Jahre niedriger als das durchschnittliche Sterbealter aller Verstorbenen.

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