Gesunde Erzieherinnen in der „Flohkiste“

Rodewisch, 25.01.2017. - Manchmal kommt es den neun Erzieherinnen und zwei technischen Kräften des Kinderhauses „Flohkiste“ in Rodewisch schon so vor, als würden sie sprichwörtlich „Flöhe hüten“. Kein Wunder, wuseln doch täglich 80 aufgeweckte Kinder durch das Haus und fordern die Frauen mit ihrer Neugier, ihrem Bewegungsdrang und ihrem Temperament.

„Die Kinder bringen Lebensfreude in unser Haus“, so die Leiterin der Einrichtung, Kathrin Unger. „Wir lieben täglich unsere Arbeit.“ Kathrin Unger weiß jedoch auch um die körperlichen und stressbedingten Belastungen ihres Berufes. Aus diesem Grund nahm die Kinderhaus-Leiterin Anfang 2015 Kontakt mit der IKK classic auf. Die Krankenkasse unterstützt Unternehmen beim Aufbau eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Schon im Frühjahr 2015 ging es los. Die IKK-Gesundheitsberaterin analysierte die Arbeitsbedingungen. Eine Befragung der Mitarbeiter fand ebenfalls statt. Schnell wurde klar: häufiges Heben und Tragen, einseitige Fehlhaltungen bei vielen Kinder-Beschäftigungen führen zu körperlichen Belastungen. Außerdem stresst der hohe Geräuschpegel und unklare Informationswege in der Organisation. Gemeinsam wurde nach Lösungen gesucht und gefunden.

Knapp zwei Jahre nach dem Start des Projektes hat sich viel getan. So sind die Informationswege neu geregelt. Beispielsweise hilft jetzt eine kleine Schiefertafel, um schnell und unkompliziert über aktuelle Termine oder Hinweise zu informieren. Regelmäßige Mitarbeitergespräche geben Orientierung und helfen Kommunikationsprobleme abzubauen. Unter anderem wurden Erzieherinnenstühle angeschafft und in dem neuen, im November 2014 bezogenen Gebäude der „Flohkiste“ gibt es nicht nur eingebaute Schreibtische für die Mitarbeiterinnen in den Gruppenräumen, sondern auch einen separaten Pausen- und Aufenthaltsraum. Schon bei der Bauplanung wurden die bestehenden Vorschriften für Arbeits- und Gesundheitsschutz der Unfallkasse Sachsen und der BGW bedacht und gemeinsam mit dem Bauträger, der Stadt Rodewisch umgesetzt. So wurden optimale Arbeitsbedingungen für die Angestellten geschaffen.

Gegen den Stress wappneten sich die Kolleginnen in speziellen Entspannungstrainings. Vielleicht – so eine aktuelle Idee – könnte man sogar schon die größeren Kinder für Entspannung beispielsweise mit Kinder-Yoga begeistern.

„Die kontinuierliche Begleitung durch die IKK-Gesundheitsberaterin hat uns sehr geholfen. Oft waren es nur kleine Veränderungen mit großer, positiver Wirkung“, so Kathrin Unger. „Dabei verlief das Projekt unkompliziert, da sich die Gesundheitsberaterin sehr flexibel auf unsere betrieblichen Besonderheiten einstellte.“

Jetzt freut sich die Leiterin des Kinderhauses erst einmal über die Urkunde „Gesunder Betrieb“ und den Scheck über 550 Euro für den erfolgreichen Einsatz für mehr Gesundheit. Urkunde und Scheck wurden im Januar von der IKK-Gesundheitsmanagerin Cornelia Uebel an die Vereinsvorsitzende Kerstin Dürkop überreicht. Der Kontakt wird auf keinen Fall abbrechen, denn es gibt schon neue Ideen für gesunde Kinder und Erzieherinnen in der „Flohkiste“.


Freude bei den Mitarbeiterinnen der Flohkiste. IKK-Gesundheitsmanagerin Cornelia Uebel (l.) übergibt der Vereinsvorsitzenden Kerstin Dürkop (2.v.l.) die Urkunde „Gesunder Betrieb“ und einen Scheck über 550 Euro für noch mehr Gesundheit in der Flohkiste.
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