Projektstart mit Gesundheitstag im Jobcenter Zwickau

Zwickau, 30.08.2018. Mit einem Familien- und Gesundheitstag startete am 29. August 2018 das Jobcenter Zwickau in das „Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“. Ziel des Projektes ist es, erwerbslose Menschen nachhaltig mit Angeboten zur Gesundheitsförderung zu erreichen und damit ihre Chancen auf Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen.

„Fester Bestandteil der Beratungs- und Vermittlungsdienstleistungen unseres Jobcenters wird zukünftig sein, Arbeitslose auch für ihre Gesundheit zu sensibilisieren und zur Teilnahme an den speziell auf sie ausgerichteten Angeboten der gesetzlichen Krankenkassen zu motivieren“, erklärt Michaela Ungethüm, Geschäftsführerin des Jobcenters Zwickau. Die Teilnahme an den Gesundheitskursen oder Workshops sind kostenfrei und selbstverständlich freiwillig.

Bereits seit Anfang August werden Jobcenter-Mitarbeiter geschult, um in ihren Beratungsgesprächen sensibel auch auf gesundheitliche Aspekte einzugehen und auf Präventionsangebote aufmerksam zu machen. Zusammengestellt werden die Präventionsangebote in Zusammenarbeit mit der IKK classic, die als Vertreter des „GKV-Bündnis für Gesundheit“ das Jobcenter Zwickau bei der Umsetzung des Projektes begleitet.

„Geldsorgen, Zukunftsängste, Frustration – wer längere Zeit keinen Job hat, steht nicht selten an vielen Fronten unter Druck. Nicht ohne Grund ist deshalb anhaltende Arbeitslosigkeit nachweislich ein gesundheitlicher Risikofaktor“, erläutert Sven Hutt, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Sachsen. „Und obwohl arbeitslose Menschen gezielte Präventionsprogramme bräuchten, sind die Angebote oft zu wenig auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet und werden folglich nicht von ihnen genutzt. Diesen Kreislauf wollen wir durchbrechen.“ Insgesamt können rund 5.300 Arbeitslose, davon ca. 2.600 Langzeitarbeitslose, die im Jobcenter Zwickau betreut werden, von dem Projekt profitieren.

Der erste Familien- und Gesundheitstag, der sich vor allem an Familien und Alleinerziehende wandte, kam in jedem Fall gut an. Knapp 600 Gäste nutzen die Möglichkeit zu einer Körperanalyse und informierten sich zu Präventionsangeboten. Auch die Familien- und Lebensberatungsstelle, Verbraucherzentrale Sachsen und die Lernwerkstatt Zwickau waren vor Ort und beantworteten viele Fragen. Während die Erwachsenen sich informierten, hatte die Verkehrswacht Zwickauer Land für die kleinen Gäste auf dem Kundenparkplatz einen Fahrrad- und Elektroautoparcours aufgebaut. Großes Info-Thema dort: Verkehrssicherheit.

„Wir wünschen uns sehr, dass die Angebote angenommen werden“, so Sven Hutt. „Wer im Jobcenter Zwickau betreut wird, muss auch nicht darauf warten, bis er von seinen Vermittlern angesprochen wird. Wer möchte, kann gern selbst Initiative zeigen und im Jobcenter direkt nachfragen.“

 

Hintergrund

Das „Modellprojekt zur besseren Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ ist eine bundesweite Initiative zur systematischen und nachhaltigen Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen im Zusammenhang mit der Arbeitsförderung. Es wurde im Rahmen einer Kooperation zwischen der Bundesagentur für Arbeit (BA) und Gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) entwickelt und bereits zwischen 2014 und 2015 an sechs Standorten in Deutschland erfolgreich umgesetzt Seit 2016 wird die Kooperation im Rahmen des GKV-Bündnis für Gesundheit ausgeweitet und inhaltlich weiterentwickelt. Ausgehend von den bisherigen Erfahrungen wurde das Projekt auf ca. 120 Standorte ausgeweitet und inhaltlich-konzeptionell weiterentwickelt. In Sachsen nehmen neben dem Jobcenter Zwickau weitere zwölf Träger am Modellprojekt teil.

Sachsen

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