Zahnvorsorge für Kleinkinder wird deutlich erweitert

Erstmals zahnmedizinische Prävention für Babys ab dem 6. Lebensmonat;
drei neue Vorsorgeuntersuchungen erweitern Früherkennungsangebot

Ab Juli 2019 wird die zahnmedizinische Vorsorge für Kleinkinder deutlich erweitert. Erstmals stehen Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten für Babys und Kleinkinder bereits vom sechsten bis zum vollendeten 33. Lebensmonat als Kassenleistung zur Verfügung. Das berichtete die IKK classic und bezieht sich dabei auf die Neufassung der entsprechenden Richtlinie des Bundesausschusses der Zahnärzte und Krankenkassen. Sie tritt zum 01. Juli 2019 in Kraft.

Die drei neuen Früherkennungsuntersuchungen für Babys und Kleinkinder können vom sechsten bis zum vollendeten neunten Lebensmonat, vom zehnten bis zum vollendeten 20. Lebensmonat und vom 21. bis zum vollendeten 33. Lebensmonat in Anspruch genommen werden. Zwischen den Untersuchungen sollte jeweils ein Abstand von vier Monaten liegen. Die Inhalte umfassen neben der Untersuchung der Mundhöhle auch die Beratung zum Ernährungs- und Zahnpflegeverhalten, zum Nuckelflaschengebrauch und zur Mundhygiene. Die Eltern erhalten eine praktische Anleitung für die Mundhygiene ihres Kindes. Zur Zahnschmelzhärtung kann Fluoridlack angewendet werden.

„Ziel der Leistungserweiterung ist es, das Auftreten frühkindlichen Karies zu reduzieren“, so Sven Hutt, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Sachsen. „Es ist wichtig, dass die bisherige Lücke in der zahnmedizinischen Prävention von Kleinkindern jetzt geschlossen wird.“

Frühkindliche Karies (Early childhood caries, kurz ECC) gilt als häufigste chronische Krankheit bei Kindern im Vorschulalter.

Die drei bisherigen Zahnvorsorgeuntersuchungen für Kinder zwischen dem 34.  und 72. Lebensmonat bleiben unverändert. Ebenso die Zahnvorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren zweimal im Jahr.

Sachsen

Andrea Ludolph
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