Nur jeder sechste Thüringer geht zur Hautkrebsvorsorge

Erfurt. In Thüringen haben in den Jahren 2015/2016 insgesamt rund 223000 Menschen die Vorsorgeuntersuchung von Hautkrebs genutzt. Gemessen an der anspruchsberechtigten Bevölkerungsgruppe macht das eine Inanspruchnahme von gerade einmal 16,4 Prozent aus. Das berichtet die IKK classic zum Tag des Sonnenschutzes am 21.6.2018.

Mit 17,3 Prozent lag die Teilnahmequote in den Vorjahren 2013/2014 zwar etwas höher, aber dennoch deutlich unter dem bundesweiten Durchschnittswert von zuletzt rund 24,4 Prozent.

„Wie bei kaum einer anderen Krebserkrankung wird die Entstehung von Hautkrebs maßgeblich durch das persönliche Verhalten beeinflusst. Ein bewusster Umgang mit der Sonne und ein regelmäßig durchgeführtes Hautkrebsscreening tragen dazu bei, dass Hautkrebs gar nicht erst entsteht beziehungsweise früh erkannt wird. Dann ist er nahezu 100 Prozent heilbar“, macht IKK-Landesgeschäftsführer Andreas Gärtner deutlich und ruft zur stärkeren Nutzung der Vorsorgeuntersuchung auf.

Hautkrebs gehört mit etwa 200.000 Neuerkrankungen jedes Jahr (davon rund 17.000 Erkrankungen am schwarzen Hautkrebs) zu einer der häufigsten Krebsarten überhaupt. Nachlässigkeit oder das falsche Schönheitsideal von tiefer Bräune lassen die Zahl der Neuerkrankungen in die Höhe schnellen. Mit dem Tag des Sonnenschutzes, der jedes Jahr am 21. Juni stattfindet, soll das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung eines wirksamen Sonnenschutzes geschärft werden.

Der wichtigste bekannte und beeinflussbare Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs ist die UV-Strahlung durch Sonne und Solarien. Werden einige wichtige Regeln beachtet, sind Hautschäden durch UV-Strahlung ganz einfach zu vermeiden: 
 

- Individualität – Es gibt verschiedene Hauttypen und jeder sieht mit seiner individuellen Hautfarbe schön aus!

- Mittagssonne meiden

- Schatten suchen

- Schützende Kleidung tragen

- Sonnencreme benutzen

- Auf den UV-Index achten

- Sonnenschutz nicht vernachlässigen – auch im Café, beim Sport oder beim Spaziergang

- Sonnenstudios meiden


Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahre haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenfreie Hautkrebsvorsorge. Die Untersuchung kann von einem Hautarzt oder einem Hausarzt mit entsprechender Qualifikation durchgeführt werden. Sie beinhaltet eine gezielte Anamnese, eine visuelle Ganzkörperinspektion der gesamten Haut, einschließlich des Kopfes, eine anschließende Beratung und Dokumentation der Ergebnisse. „Die Untersuchung geht schnell, tut nicht weh und sollte zu einer regelmäßigen Gesundheitsvorsorge dazugehören“, so Gärtner. 

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Ein bewusster Umgang mit der Sonne vermindert das Hautkrebsrisiko deutlich.

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Thüringen

Franziska Becher
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