Gesundheitsförderung für arbeitslose Menschen

Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Jobcenter Eisenach

Erfurt / Eisenach, 10. Juli 2018 - Um die Gesundheitsförderung für arbeitslose Menschen zu verbessern, haben am 09. Juli 2018, der Geschäftsführer des Jobcenters Eisenach Roland Mahler und Christopher Gille, Fachbereichsleiter für Prävention bei der IKK classic, eine Kooperationsvereinbarung für das „Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ unterschrieben.

„Ziel des Projektes ist es, erwerbslose Menschen nachhaltig mit Angeboten zur Gesundheitsförderung zu erreichen und damit ihre Chancen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen. Dazu führen unsere Vermittlerinnen und Vermittler gesundheitsorientierte Beratungsgespräche mit den erwerbslosen Menschen durch. In den Gesprächen wird es darum gehen, für das Thema Gesundheit zu sensibilisieren und zur freiwilligen Teilnahme an Gesundheitskursen zur Stressbewältigung, zur gesunden Ernährung oder für mehr Bewegung zu werben“, erklärt Roland Mahler vom Jobcenter Eisenach. Das Kursprogramm wird gemeinsam von der IKK classic und dem Jobcenter erarbeitet. Gesundheitstage, Kontaktpflege zu Sportvereinen und Workshops runden das Angebot ab.

Allein in Eisenach waren im Juni dieses Jahres 1426 Menschen arbeitslos.
Die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent, Zahlen die für sich sprechen. Untersuchungen belegen: Anhaltende Arbeitslosigkeit kann krank machen. Eine fehlende regelmäßige Erwerbstätigkeit ist für viele Betroffene oft unweigerlich mit dem Wegfall von gewohnten Tagesstrukturen und dem Verlust sozialer Kontakte verbunden. Je länger Arbeitslosigkeit andauert, erschweren schwindende berufliche Kompetenzen in Verbindung mit gesundheitlichen Einschränkungen die berufliche Wiedereingliederung.

„Obwohl gerade Arbeitslose Präventionsprogramme bräuchten, um ihre Gesundheit zu erhalten, sind die Angebote oft zu wenig auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet. Folglich werden die Maßnahmen weniger genutzt. Diesen negativen Kreislauf wollen wir durchbrechen. Das Projekt soll helfen, die sozial und wirtschaftlich bedingten, ungleichen Gesundheitschancen zu vermindern“, sagt Christopher Gille von der IKK classic. Und Roland Mahler wirbt: „Warten Sie nicht bis wir Sie ansprechen, werden Sie initiativ und fragen Sie Ihre Vermittlerin oder Ihren Vermittler nach diesem besonderen auf Freiwilligkeit beruhenden Angebot. Neben der IKK classic konnten wir auch den Kreissportbund als professionellen Partner für diese Sache gewinnen“.

Hintergrund:

Das „Modellprojekt zur besseren Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ ist eine bundesweite Initiative zur systematischen und nachhaltigen Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen im Zusammenhang mit der Arbeitsförderung. Es wurde im Rahmen einer Kooperation zwischen der Bundesagentur für Arbeit (BA) und Gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) entwickelt und bereits zwischen 2014 und 2015 an sechs Standorten in Deutschland erfolgreich umgesetzt. Ausgehend von den bisherigen Erfahrungen wurde das Projekt auf ca. 120 Standorte ausgeweitet und inhaltlich-konzeptionell weiterentwickelt. In Thüringen nehmen neben dem Jobcenter Eisenach weitere acht Jobcenter am Modellprojekt teil.

Bildmaterial

Per Unterschrift und Handschlag: Kooperationsvereinbarung zur Gesundheitsförderung arbeitsloser Menschen.

Fotonachweis: IKK classic

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Namensnachweis

Per Unterschrift und Handschlag: Kooperationsvereinbarung zur Gesundheitsförderung arbeitsloser Menschen. (v. l. Christopher Gille IKK classic, Roland Mahler und Projektmanagerin Franziska Reich Jobcenter Eisenach)

Thüringen

Franziska Becher
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