Anspruch auf Pflegeberatung noch zu unbekannt

Erfurt, 30. Januar 2019. In Thüringen haben Ende 2017 115620 Menschen Leistungen der sozialen Pflegeversicherung erhalten. Das waren 21340 (22,5 Prozent) Personen mehr als noch 2015. Das berichtet die IKK classic anhand aktueller Daten des Landesamtes für Statistik.

„Gründe für den jüngsten Anstieg sind aber nicht nur der demografische Wandel sondern auch das Zweite Pflegestärkungs-gesetz. Es definiert die Pflegebedürftigkeit neu, so dass insgesamt mehr Menschen leistungsberechtigt sind“, weiß Maik Purrotat, der seit 2014 als Pflegeberater bei der IKK classic tätig ist. Die Krankenkasse betreut mit über 5800 Menschen rund fünf Prozent der Pflegebedürftigen in Thüringen und hat ihre Leistungen im Rahmen der Pflegeberatung nun ausgeweitet. Seit Beginn des Jahres ist Thomas Peter als zweiter Pflegeberater für die IKK classic in Thüringen im Einsatz.

Beide Männer wissen, Pflegebedürftigkeit ist nicht allein eine Frage des Alters. Auch eine plötzliche Erkrankung oder ein Unfall können unerwartet dazu führen, auf Pflege angewiesen zu sein. Vor allem Angehörige haben dann viele Fragen und befinden sich in einer völlig neuen Situation. „In unserer täglichen Arbeit erleben wir oft, dass viele Menschen gar nicht wissen, was eine Pflegeberatung ist, beziehungsweise dass sie darauf einen Anspruch haben“, berichtet Maik Purrotat. Sobald jemand einen Pflegegrad auch nur beantragen will, haben er oder sie und die Angehörigen einen Anspruch darauf, umfangreiche Informationen über finanzielle Leistungen, Angebote zur Entlastung, Pflegestellen oder Hilfsmittel zu bekommen. Ziel der Pflegeberatung ist es, individuell auf die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen einzugehen. Die Pflegeberater sind dabei eng mit den verschiedenen Sozialleistungs-trägern vernetzt, stellen Versorgungspläne auf und fungieren als objektive Vermittler zu anderen Leistungsanbietern in der Pflege und der häuslichen Versorgung.

Jeweils 15 bis 20 Pflegeberatungen absolvieren Maik Purrotat und Thomas Peter pro Monat. Vor allem der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben in den eigenen vier Wänden begegnet den Pflegeberatern dabei immer wieder. „Viele Ratsuchende möchten so lange wie möglich zu Hause gepflegt werden. Auch die Entlastung der eigenen Angehörigen oder Informationen zu finanziellen Leistungen sind immer wieder Thema in unseren Beratungen“, gibt Thomas Peter Einblicke in den Arbeitsalltag und betont, dass viele Gelder verfallen, weil die Leute diese Leistungen schlichtweg nicht kennen. „Gemeinsam suchen wir nach einem Pflegearrangement, mit dem alle Beteiligten leben können oder informieren etwa darüber, dass die Pflegekassen wohnumfeldverbessernde Maßnahmen mit bis zu 4000 Euro unterstützen. Geld, dass beispielsweise auch für den Umzug in ein Betreutes Wohnen verwendet werden kann“. Die Pflegeberater begleiten die Betroffenen so lange wie nötig und stehen auch später zur Seite, wenn sich die Pflegesituation verschlechtert haben sollte.

Maik Purrotat und Thomas Peter beraten pflegebedürftige Versicherte und deren Angehörige telefonisch, in den Räumen der IKK classic oder auch zu Hause – ganz nach den Wünschen der Ratsuchenden. Ein Termin kann unter den Telefonnummern 0361 7479 491203 und 0361 7479 491204 oder per Mail an Maik.Purrotat@ikk-classic; Thomas.Peter@ikk-classic vereinbart werden.

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Die Pflegeberater der IKK classic: Maik Purrotat (links) und Thomas Peter.

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Thüringen

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