Ascorbinsäure: lebenswichtiges Vitamin C

(Bielefeld, 10.02.2017). Ascorbinsäure lautet der chemisch korrekte Begriff für Vitamin C. Es gehört, wie andere Vitamine auch, zu den essentiellen Stoffen. Der Körper kann Vitamin C nicht selbst herstellen, benötigt es aber für wichtige Stoffwechselvorgänge – vor allem als Schutz vor freien Radikalen, als Infektionsschutz und zur Stärkung des Bindegewebes (Bildung von Kollagen). Vitamin C ist aber auch für die Produktion von Steroidhormonen sowie für den Stoffwechsel der Aminosäuren und der Gallensäuren notwendig. Außerdem verbessert es die Aufnahme von Eisen im Darm und hemmt die Bildung von Krebs erregenden Nitrosaminen. Es ist ein wasserlösliches Vitamin und man findet es vor allem in frischem Obst und Gemüse. Aufgenommen wird Ascorbinsäure beim Menschen ausschließlich über die Nahrung.

Vitamin C-reiche Lebensmittel

Generell sind Obst und Gemüse reichhaltig an Vitamin C, jedoch enthalten manche Lebensmittel besonders viel davon – und das ist nicht nur die klassische Zitrusfrucht. „Reich an Ascorbinsäure sind auch Hagebutten, Acerola-Kirschen, Sanddorn, Kiwis, Paprika, Kohl, Kartoffeln, Sauerkraut und Spinat“, sagt Anke Hagemann, Ernährungsexpertin der IKK classic. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt erwachsenen Männern eine Tageszufuhr von 110 mg und Frauen 95 mg Vitamin C. „Bereits eine halbe Paprika und ein kleines Glas Orangensaft (125 ml) decken den normalen Tagesbedarf. Schwangere, Stillende und Raucher haben einen deutlich höheren Bedarf“, so Anke Hagemann.

Mangelerscheinungen sehr selten

Symptome für einen Mangel können beispielsweise schlechte Wundheilung, Gelenkschmerzen und Infektionen sein. Besteht über Monate hinweg ein starker Mangel an Vitamin C, droht Skorbut. Vom 15. bis 18. Jahrhundert war Skorbut oft die Haupt-Todesursache bei Seeleuten, die über längere Zeit keine frische Nahrung zur Verfügung hatten. Skorbut äußert sich durch Zahn- und Zahnfleischprobleme bis hin zum Zahnausfall, Erschöpfung und Müdigkeit, Erbrechen und Durchfall, Hautprobleme, Gefäßerkrankungen, Muskelschwund und hohes Fieber. Bei Säuglingen oder Kleinkindern sprechen Mediziner von der Möller-Barlow-Krankheit. Mangelerscheinungen sind in der westlichen Welt mittlerweile eher selten geworden, da sich die Versorgung der Bevölkerung in den letzten 20 Jahren stark verbessert hat.

Überdosierung: Vorsicht bei Nahrungsergänzung

Überdosierungen kommen bei normaler Nahrungsaufnahme ebenfalls so gut wie nicht vor, da überschüssiges Vitamin C über den Urin ausgeschieden wird. Eine ernsthafte Überdosierung droht lediglich, wenn über längere Zeit hochdosierte Nahrungsergänzungspräparate eingenommen werden. „Diese sind deswegen nicht immer sinnvoll und sollten nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker verwendet werden. Schwangere und Stillende sollten vorher mit ihrem Frauenarzt sprechen. „Vitaminpräparate und Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine gesunde Ernährung oder Lebensweise“, sagt Anke Hagemann.

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