Westfalen-Lippe: Gesundheitsquote im Handwerk gestiegen

(08.05.2018). Der Krankenstand im westfälisch-lippischen Handwerk lag im vergangenen Jahr bei 5,5 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken (5,7 Prozent). An jedem Arbeitstag des Jahres 2017 fehlten krankheitsbedingt fünf von 100 Arbeitnehmern. Das ergab eine Analyse der Krankenkasse IKK classic auf Basis ihrer Arbeitsunfähigkeitsdaten der knapp 130.000 ganzjährig versicherten Beschäftigten im Handwerk.

Obwohl im Handwerk Tätige oft körperlich stärker gefordert werden als Angehörige anderer Berufe, blieben überdurchschnittlich viele Handwerker das ganze Jahr 2017 über ohne krankheitsbedingte Fehlzeiten: 40 Prozent der Handwerker waren während des gesamten Jahres nicht einen einzigen Tag krankgeschrieben. Im vergangenen Jahr waren es nur 34,6 Prozent.

Besorgniserregend sind jedoch die anhaltend hohe durchschnittliche Falldauer von 13,8 Tagen und der hohe Anteil an Langzeiterkrankungen (über 42 Tage). Wenn Handwerker erkranken, dann umso heftiger und sie brauchen in der Regel länger, bis sie wieder fit sind. Im Jahr 2017 betrug der Anteil der Langzeiterkrankungen im heimischen Handwerk 51,4 Prozent (2016: 49,2 Prozent).

Im Handwerk überwiegen Muskel- und Skeletterkrankungen. Sie verursachten im vergangenen Jahr auch in Westfalen-Lippe die meisten Krankheitstage, gingen im Vergleich zu 2016 (32 Prozent) mit 31,8 Prozent jedoch leicht zurück; ebenso wie die Atemwegserkrankungen mit 11,5 Prozent (2016: 12 Prozent). Verletzungen und Vergiftungen stiegen mit 16,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (15,9 Prozent) leicht an. Das gilt auch für die psychische Erkrankungen: Sie liegen mit 8,7 Prozent (2016: 8,3 Prozent) mittlerweile auf Platz vier – ein Trend, der sich bereits seit mehreren Jahren durch alle Berufsgruppen zieht.

Das Durchschnittsalter der Beschäftigten im westfälisch-lippischen Handwerk liegt inzwischen bei 42,1 Jahren (2016: 41,8; 2015: 41,4) und ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass der demografische Wandel längst auch im Handwerk angekommen ist. Es ist Zeit, mit einem altersgerechten und gesundheitsfördernden Betriebsmanagement dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Passgenaue Lösungsansätze, um den betrieblichen Krankenstand zu verringern, bietet die IKK classic mit ihrem betrieblichen Gesundheitsmanagement. Mehr Infos unter: betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

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