Betriebe berichten vom betrieblichen Gesundheitsmanagement

(21.11.2018). Gesundheit von Mitarbeitern, demographischer Wandel, Fachkräftesicherung und Wettbewerbsdruck. Mit diesen Herausforderungen haben Handwerksunternehmen mehr und mehr zu kämpfen. Wie sie ihre Betriebe gesünder und fitter für die Zukunft machen, erklärten eine Personalchefin und ein Betriebsinhaber aus OWL auf dem Handwerkerforum der IKK classic. 130 Vertreter aus Handwerk und Selbstverwaltung aus ganz Westfalen-Lippe trafen sich Anfang November zum gemeinsamen Austausch über betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM).

„An unserem BGM können Arbeitgeber teilnehmen, die bei der IKK classic versicherte Mitarbeiter beschäftigen. Am Anfang steht immer das vertrauensvolle Gespräch mit der Betriebsleitung“, sagt Dietmar Griese, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Westfalen-Lippe. Die Analyse der Gesundheitssituation, Workshops und Gesundheitstrainings sowie spezielle Seminare für Führungskräfte sind die Bausteine. Alle Maßnahmen werden in einer Vereinbarung festgehalten. Die IKK-Gesundheitsmanager begleiten die Betriebe während des gesamten Prozesses und anschließend honoriert die Krankenkasse das Engagement von Arbeitgebern und Arbeitnehmern mit einem Bonus.

Ohne Mitarbeiter geht nichts

Ellen Wiethof, Personalchefin von Firma Großewinkelmann GmbH und Co. KG aus Rietberg (160 Mitarbeiter), gab den Zuhörern einen wichtigen Tipp: Die Mitarbeiter von Anfang an mit einzubeziehen. „Bei uns wurden zuerst Gesundheitszirkel und anschließend je 20minütige Gesundheitschecks durchgeführt. Damit konnten schon solche Probleme identifiziert werden, für die es schnell kleinere Lösungen gab. Wir sind froh, wenn unsere Mitarbeiter uns sagen, wo der Schuh drückt und wir reagieren können. Das ist doch viel besser, als wenn sie nichts sagen, krank werden und längere Zeit ausfallen.“ Diese Einstellung gefällt IKK-Gesundheitsmanager Boris Mauz: „Hier steht die Sache im Mittelpunkt und nicht persönliche Befindlichkeiten“, sagt er. Firma Großewinkelmann engagiert sich schon seit einiger Zeit sehr für die Gesundheit der Mitarbeiter und ist von der IKK classic sogar schon mit dem Siegel „Exzellentes betriebliches Gesundheitsmanagement“ ausgezeichnet worden.

Richtige Kommunikatio ist das A und O

„Fliesenleger müssen richtig schwer schleppen, arbeiten meistens unter Zeitdruck und gönnen sich wenig Ruhephasen“, sagt Bernhard Büngeler von der Bernhard Büngeler GmbH in Büren (48 Mitarbeiter). „Das war mir klar, aber zusätzlich dazu, fehlten meinen Mitarbeitern klare Arbeitsanweisungen: Wie sie sich auf den Auftrag vorbereiten müssen. Was sie vor Ort bei dem Kunden erwartet. Wie sie kniffelige Situationen meistern können.“ Die Fachleute der IKK classic haben den Betrieb dabei unterstützt, die interne Kommunikation zu verbessern und in diesem Jahr wurde das Modul „arbeitsbedingte körperliche Belastungen“ durchgeführt. Seit einiger Zeit hat der Betrieb die Produktion auf Fertigbäder (Module) umgestellt, die sie an ihrem Standort in Büren bauen. Die Mitarbeiter der Firma Büngeler werden dadurch weniger körperlich belastet. „Aber seitdem bekomme ich hautnah mit, was sie tagsüber so alles essen. Deshalb widmen wir uns als nächstes der betrieblichen Verpflegung“, sagt Büngeler.

Gemeinsame Sache machen

„Auch kleine Betriebe, die selbst nur geringe Ressourcen haben, von den Angeboten zum BGM profitieren können“, sagt IKK-Gesundheitsmanagerin Stefanie Schäfer. Sie können sich gut mit anderen kleinen Unternehmen zusammentun. Die IKK classic übernimmt die Kosten für die Beratungen und die Trainings und belohnt Arbeitgeber und Arbeitnehmer sogar mit einem Bonus. „Was die Betriebsinhaber und Mitarbeiter aber mitbringen müssen, ist ihr eigenes Engagement“, sagt die Expertin. Mehr Informationen finden Interessierte unter: betriebliches Gesundheitsmanagement.

Am Ende dankte Ass. jur. Peter Gödde (alternierender Vorsitzender des Landesbeirates der IKK classic in Westfalen-Lippe) aus Paderborn all denjenigen, die diese Veranstaltung möglich gemacht und daran teilgenommen haben. „Bei den Betrieben, die sich uns heute präsentiert haben, ist die Freude und das Engagement für BGM spürbar. Damit kann das Handwerk punkten, auch gegenüber dem Wettbewerb. Die Angebote sind individuell und auch für Klein- und Kleinstbetriebe bestens geeignet.“

Bildmaterial

Vertreter der IKK classic, der Firma Großewinkelmann und der Tischlerei Hegering

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Namensnachweis

(v.l.n.r.): Dietmar Griese (Landesgeschäftsführer der IKK classic in Westfalen-Lippe), Boris Mauz (IKK-Gesundheitsmanager), Ellen Wiethof (Firma Großewinkelmann), Bernhard Büngeler, Stefanie Schäfer (IKK-Gesundheitsmanagerin), Jürgen Hegering (Tischlerei aus Recklinghausen), Ass. jur. Peter Gödde (alternierender Vorsitzender des Landesbeirates der IKK classic in Westfalen-Lippe)

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