Digitalisierung – einmal ernsthaft, einmal komisch

Es war ein informativer und lustiger Nachmittag, als sich Vertreter aus Handwerk und Selbstverwaltung am Montag, den 25. November, im A2-Forum in Rheda-Wiedenbrück trafen. Das diesjährige Handwerkerforum der IKK classic, Landesdirektion Westfalen-Lippe, stand unter dem Motto „Digitalisierung“  – einmal ernsthaft, einmal komisch.

Nach einer kurzen Begrüßung von Ass. jur. Peter Gödde, alternierender Vorsitzender des Landesbeirates der IKK classic in Westfalen-Lippe, ging es auch schon los. Stefan Schellberg, Chief Digital Officer (CDO) der IKK classic, begann mit seinem Part der Digitalisierung. Sie stellt die unterschiedlichsten Player im Gesundheitswesen vor große Herausforderungen – auch die IKK classic. Unser Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will, dass Deutschland Vorreiter bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens wird. Er hat in den vergangenen Jahren einige Gesetze auf den Weg gebracht, die beispielsweise die Einführung der digitalen Patientenakte, des elektronischen Rezepts und die papierlose Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beinhalten. Er will neue Innovationen schnell in den Versorgungsalltag bringen. Durch intelligente Vernetzung sollen Ärzte binnen Sekunden beispielsweise Röntgen-Bilder miteinander vergleichen, um schneller die korrekte Diagnose zu stellen. Zusätzlich sollen Mediziner Gesundheits-Apps verschreiben. Das Ganze wird hauptsächlich von den Krankenkassen – also durch Beitragsgelder – finanziert und muss natürlich den Datenschutz- und Datensicherheitsstandards entsprechen.

Die IKK classic ist für die digitale Zukunft gut aufgestellt

Um den Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es einer Digitalisierungsstrategie – diese hat die IKK classic bereits seit 2017. „Wir sind für die digitale Zukunft gut aufgestellt, haben unsere Rolle in wichtigen Gremien (GKV-Selbstverwaltung, gematik, IKK e. V.) ausgebaut und nutzen Innovationen wie beispielsweise unsere digitale Patientenakte Vivy. Unsere Onlinefiliale hat mit dem heutigen Stand bereits 210.000 Kunden. Seit 2017 führen wir konsequent Videokonferenzen durch – insgesamt 8.470 Mal bis heute. 10.780 Stunden mussten Mitarbeiter und Führungskräfte keine stundenlangen Anreisen zu Meetings auf sich nehmen. Unsere digitale Agenda und deren Umsetzung werden jährlich aktualisiert“, zählt Schellberg auf.  

Nur ein Drittel unseres Lebens erleben wir wirklich etwas

Im Anschluss daran begrüßte Dietmar Griese, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Westfalen-Lippe, einen ganz besonderen Gast: Bruno Knust – besser bekannt als „Günna“. Er ist ein Dortmunder Kabarettist, aufgewachsen im Ruhrgebiet und für seine typische Mundart bekannt. Seine Karriere begann er als Autor und Puppenspieler. Anschließend war er beispielsweise TV-Reporter bei Premiere sowie Moderator der Serie American Gladiators. Er nahm die Digitalisierung durch die neuen Medien aufs Korn. Früher war das Smartphone gelb und groß, hatte eine Tür und hieß Telefonzelle. Um heimlich telefonieren zu können, musste man immer genügend Kleingeld dabei haben. Heute ist das Smartphone der ständige Begleiter. Man bekommt E-Mails, ist bei Instagram, Facebook, Twitter und WhatsApp. Nicht nur das: Wir messen mithilfe von Apps den Puls und Blutdruck. Diesen Sommer hat sich der Comedian sogar eine Mücken-App heruntergeladen. Sie arbeitet angeblich mit Ultraschall-Tönen, die Menschen nicht wahrnehmen – Mücken aber scheinbar auch nicht. Er ist überzeugt: „Ein Drittel unseres Lebens schlafen wir, ein Drittel verbringen wir vor Bildschirmen und nur ein Drittel unseres Lebens erleben wir wirklich etwas“. Dabei sind Aktivitäten das Allerwichtigste. Er appelliert am Ende seiner Einlage an sein Publikum, mehr miteinander zu sprechen.

Nachdem die Lachmuskeln der Teilnehmer ordentlich trainiert wurden, verabschiedete sich der alternierende Verwaltungsratsvorsitzende Klaus Brandner von den Zuhörern und betonte noch einmal, wie wichtig dieser gemeinsame Austausch ist. Zum Thema Digitalisierung hat er eine klare Meinung: „Wenn jeder selbst erleben kann, wie digitale Lösungen den Alltag verbessern, wird das Vertrauen in eine digitale Versorgung wachsen. Dafür müssen wir uns einsetzen.“

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Foto (v.l.n.r.): Peter Gödde, Stefan Schellberg, Klaus Brandner, Bruno Knust alias „Günna“, Dietmar Griese

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