Gemeinsame Pressemitteilung:
Jetzt mitmachen und durchstarten – Gute Gesunde Schule

Landesprogramm für Gesundheits- und Qualitätsentwicklung in NRW-Schulen wird ausgeweitet

(10. Dezember 2019). Die Landesregierung, die gesetzlichen Krankenkassen/-verbände und die Unfallkasse in Nordrhein-Westfalen werden das bewährte Programm zur Förderung der integrierten Gesundheits- und Qualitätsentwicklung in Schulen ausweiten. Die Umsetzung wird gemeinsam finanziert. Ziel des Landesprogramms Bildung und Gesundheit NRW ist es, die frühe Auseinandersetzung mit Gesundheitsthemen zu fördern und die „Lebenswelt Schule“ für das Engagement zur ganzheitlichen Entwicklung einer Guten Gesunden Schule zu motivieren. Hierdurch sollen sich die Gesundheits- und Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen sowie das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der in den Schulen tätigen Erwachsenen nachhaltig verbessern.

Bereits seit zehn Jahren unterstützen die Programmträger Schulen dabei, Unterricht und Erziehung, Lehren und Lernen, Führung und Management sowie Schulkultur und Schulklima durch geeignete Maßnahmen gesundheitsförderlich zu gestalten. Dieses Jubiläum nahmen die Träger zum Anlass, auf einer Fachtagung Bilanz zu ziehen und weiteren Schulen die Teilnahme am Programm zu ermöglichen. Sie fand am Montag, den 9. Dezember, im Hotel Mutterhaus in Düsseldorf-Kaiserswerth statt.

Wissen, Einstellungen und Verhaltensweisen im Umgang mit Gesundheit und Krankheit werden bereits im frühen Kindesalter erworben. Die Schule ist der Ort, an dem alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden können – und zwar über viele Jahre hinweg. „Beste Bildung für unsere Schülerinnen und Schüler in NRW gelingt durch ein Zusammenspiel vieler Faktoren – und einer davon ist das gesundheitliche Wohlbefinden. Eine Gute Gesunde Schule hat die ganzheitliche Gesundheitsförderung fest in ihrem Schulprogramm verankert und lässt alle am Schulleben Beteiligten davon profitieren. Rückmeldungen zeigen, dass sich das Programm positiv auf das gesamte Schulklima und damit auch auf die schulischen Erfolge der Schülerinnen und Schüler auswirkt“, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer auf der Fachtagung. Um Menschen zu stärkerem Gesundheitsengagement zu motivieren, ist ein übergreifendes Handeln aller relevanten Akteure erforderlich. Gute Rahmenbedingungen sind für gesundes Lernen und Lehren eine wichtige Grundlage.

Genau diese Grundlage hat die Steuerungsgruppe Bildung und Gesundheit des Landesprogramms entwickelt. „Wir bieten den Schulen finanzielle sowie personelle Unterstützung durch spezielle Koordinatorinnen und Koordinatoren: beispielsweise bei der Schulentwicklungsarbeit, beim Aufbau gesundheitsfördernder Strukturen, bei der Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit“, so Dr. Gerrit Schnabel von der Unfallkasse NRW und Vorsitzender der Steuerungsgruppe Bildung und Gesundheit. „Gefördert werden unter anderem Maßnahmen, die auf die Stärkung der eigenen Persönlichkeit, der Sozialfähigkeit und auf die Bewältigung von Konflikten, Enttäuschungen und Stress abzielen. Aber auch Konzepte für eine vernünftige Lebensgestaltung und aktive Gesunderhaltung werden unterstützt“, sagte die Vorsitzende der Steuerungsgruppe Bildung und Gesundheit Susanne Thiel von der IKK classic – stellvertretend für alle gesetzlichen Krankenkassen in NRW.

Zwei Schulen berichteten im Rahmen der Fachtagung über ihre Erfahrungen als Beteiligte des Landesprogramms. „Die Schulleitung und Lehrkräfte haben sich das Ziel gesetzt, die Qualität von Bildung durch gesundheits- förderliches Handeln aller an der Schule Beteiligten nachhaltig zu steigern und das sogar in ihrem Leitbild festgeschrieben“, so Schulleiterin Kerstin Haferkemper von der Hannah-Arendt-Gesamtschule in Soest. In den vergangenen Jahren wurden dort zahlreiche gesundheitsfördernde Maßnahmen in den unterschiedlichsten Jahrgängen durchgeführt, beispielsweise zur gesunden Ernährung oder auch zur Suchtprophylaxe. Das Kollegium hat insbesondere von der Maßnahme „Stark im Stress“ profitiert, welche sich nachhaltig in den Schulalltag überträgt.Ebenso folgt die Hermann-Gmeiner-Grundschule aus Mönchengladbach den Grundsätzen einer Guten Gesunden Schule. Hierzu lobte Schulleiterin Lisa Kreuels ausdrücklich die stets fachkompetente und intensive Begleitung durch das Koordinatoren-Team.

Das Landesprogramm gibt es mittlerweile seit zehn Jahren. Es ist nicht auf einzelne Schulformen beschränkt, alle Schulen können teilnehmen. Insgesamt knapp 300 Schulen mit mehr als 220.000 Schülerinnen und Schüler sowie über 16.500 Lehrerinnen und Lehrer sind bereits Mitglied des Programms. Weitere Schulen, die dem Prinzip der Guten Gesunden

Schule folgen möchten, sind herzlich eingeladen, ebenfalls teilzunehmen und können sich an die neue Landeskoordinatorin Bildung und Gesundheit NRW, Marleen Opitz, wenden: 02 34 - 9 15 35-7000 oder marleen.opitz@lzg.nrw.de

 

Bildmaterial

Foto: (v.l.n.r.) Landeskoordinatorin Marleen Opitz; Schulleiterin Kerstin Haferkemper; Vorsitzende der Steuerungsgruppe Susanne Thiel; NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer; Schulleiterin Lisa Kreuels; Lars Andre Lehm vom MAGS; Vorsitzender der Steuerungsgruppe Dr. Gerrit Schnabel

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