Die Gesundheit lange erhalten

Jeder kann etwas dafür tun

(26.03.2019). Susanne Thiel ist Bereichsleiterin Prävention bei der Krankenkasse IKK classic. Sie und ihr Team kümmern sich um die Gesundheit der Versicherten in Westfalen-Lippe – und zwar überall dort, wo das Leben stattfindet.

Frau Thiel, wo findet denn überall das Leben statt und was ist da los?

Da ist zum einen die Arbeitswelt mit den drängenden Fragen: Wie können wir der Demografie in den Betrieben noch besser begegnen? Wie schaffen es Unternehmen für Mitarbeiter so attraktiv zu sein, dass ihre Fachkräfte möglichst lange bei ihnen bleiben und neue hinzukommen? Eine Antwort darauf gibt unser betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Analyse der Gesundheitssituation, Workshops und Gesundheitstrainings sowie spezielle Seminare für Führungskräfte sind dabei wichtige Bausteine. Unsere Gesundheitsmanager begleiten die Betriebe während des gesamten Prozesses. Aber nicht nur in Betrieben findet das Leben statt, sondern beispielsweise auch in Kindergärten und Schulen, Universitäten und Pflegeheimen, Städten und Kommunen. Auch hier engagieren wir uns, um gemeinsam mit den unterschiedlichsten Partnern Angebote zu schaffen, die die Gesundheit aller fördern und lange erhalten.

Wie ist es denn um die Gesundheit des einzelnen bestellt?

Weniger körperliche Arbeit, wachsende Motorisierung und eine hochwertige Ernährung führen zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen und einer höheren Lebenserwartung – aber auch dazu, dass wir uns immer weniger bewegen und mehr essen. Der Körper kann die ganze Energie aus der Nahrung, die er zu sich nimmt, nicht mehr verbrauchen – das führt häufig zu Übergewicht. Die ersten Beschwerden bei Übergewicht sind Kurzatmigkeit, Schwitzen sowie Kreuz- und Gelenkschmerzen. Gefährlicher sind jedoch die Folge- und Begleitkrankheiten: Bluthochdruck, koronare Herzkrankheiten und Diabetes.

Stichwort Diabetes: Wie wirkt sich diese Volkskrankheit aus?

Schon heute sind etwa 6,7 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, die meisten an Typ-2-Diabetes. Als große bundesweit tätige Krankenkasse ist auch die IKK classic mit den damit verbundenen Herausforderungen konfrontiert: In den Jahren 2012 bis 2016 ist der Anteil der Typ-2-Diabetiker unter den Versicherten der Kasse um 16 Prozent gestiegen. 320.000 Menschen – das sind 9,4 Prozent der IKK classic-Versicherten – sind betroffen. Mehr als 20 Prozent der Leistungsausgaben der Kasse, rund zwei Milliarden Euro im Jahr, fließen in die Versorgung dieser Patientengruppe. Diese Zahlen verdeutlichen die Relevanz des Themas Diabetes; für die soziale Krankenversicherung, aber auch für die gesamte Gesellschaft.

Wie geht die IKK classic damit um?

Wir beginnen in den kommenden Monaten mit einem in Deutschland einzigartigen Diabetes-Programm, das wir dann schrittweise ausbauen. Kernstück des Programms wird eine digitale Versorgungsplattform sein. Sie bietet allen Interessierten Unterstützung und Informationen in Bereichen, wie Gesundheitskompetenz, Selbstmanagement, Bewegung, Ernährung und Lebensstil. Für unsere Versicherten – zum Beispiel Jugendliche, Handwerker, Diabetiker mit Herzinsuffizienz – gibt es zusätzliche Angebote. Ein spezielles „Kids-Programm“ richtet sich beispielsweise an von Typ-1-Diabetes betroffene Kinder und Jugendliche und bezieht erstmals auch Familie, Freunde, Lehrer oder Erzieher ein.

Was kann denn jeder einzelne von uns noch für seine Gesundheit tun?

Regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Insbesondere Männer gelten als Präventionsmuffel. Bei der Nutzung der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen hinken sie ihren weiblichen Altersgenossen meilenweit hinterher. Das will die IKK classic beispielsweise mit einem digitalen Gesundheitsangebot ändern: Die Gesundheits-App für Männer. Sie kann eine medizinische Vorsorgeuntersuchung zwar nicht ersetzen, aber sie führt Männer, an ein wichtiges Thema heran und kann so dazu beitragen, vorhandene Risiken zu erkennen, ernst zu nehmen und dann auch eigenverantwortlich aktiv zu werden.

Und was ist ihr persönliches Gesundheitsrezept?

Zahlreiche Studien belegen, dass Menschen aus dem Mittelmeerraum weniger von Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Leiden, Bluthochdruck und Übergewicht betroffen sind. Ihr Geheimnis liegt offenbar in einer ausgewogenen und gesunden Ernährungsweise, zu der viel Gemüse, Olivenöl und frischer Fisch zählen. Daran halte ich mich und versuche mindestens eine halbe Stunde am Tag aktiv zu sein: Ich walke und mache Gymnastik oder ich gehe einfach nur spazieren.

Bei Fragen können Interessierte eine E-Mail schicken an: susanne.thiel@ikk-classic.de

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