Immer mehr Pflegebedürftige in Gelsenkirchen

Im Dezember 2017 waren 11.886 Menschen in Gelsenkirchen pflegebedürftig – rund 30 Prozent mehr als 2011 – noch werden mehr als 78 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt – IKK-Pflegeberater Dominik Sadowski ist seit Mai Demenzpartner.

(16.05.2019). Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Gelsenkirchen steigt immer weiter an, dies zeigen die aktuellsten Zahlen des Statistischen Landesamts NRW. Waren 2011 noch 9.120 Menschen pflegebedürftig, so stieg die Zahl bis Dezember 2017 um 30,3 Prozent auf 11.886. „Gründe für den jüngsten Anstieg sind aber nicht nur der demografische Wandel sondern auch das Zweite Pflegestärkungsgesetz. Es definiert die Pflegebedürftigkeit neu, so dass insgesamt mehr Menschen leistungsberechtigt sind“, sagt Dominik Sadowski, Pflegeberater bei der Krankenkasse IKK classic.

Patienten möchten so lange wie möglich zuhause gepflegt werden

Sadowski weiß aus Erfahrung, dass Pflegebedürftigkeit nicht allein eine Frage des Alters ist. Auch eine plötzliche Erkrankung oder ein Unfall können unerwartet dazu führen, auf Pflege angewiesen zu sein. Gerade Angehörige haben dann viele Fragen und befinden sich in einer völlig neuen Situation. Vor allem der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben in den eigenen vier Wänden begegnet ihm immer wieder. Noch werden 78,2 Prozent (9.300) der Pflegebedürftigen in Gelsenkirchen zu Hause gepflegt, lediglich 2.586 in einem Pflegeheim. „Allerdings wird sich dieses Verhältnis in Zukunft stark verändern. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den nächsten Jahren durch den demographischen Wandel und den Fortschritt in der Medizin weiter steigen, während gleichzeitig die potenzielle Zahl von Helfern aus dem familiären Umfeld abnehmen wird. Hier kommen auf die Gesellschaft noch größere Herausforderungen als jetzt schon zu“, so Sadowski.

Demenzerkrankungen nehmen immer mehr zu

In Deutschland leben gegenwärtig rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz – und es werden immer mehr. Diese Diagnose verändert das Leben des Erkrankten und seiner Familie immens. „Bei jeder dritten Beratung geht um die Versorgung von Demenzerkrankten. Sie kommen zuhause nicht mehr alleine zu Recht und müssen – manchmal sogar Tag und Nacht – betreut werden“, sagt Sadowski. Da trifft es sich gut, dass die IKK classic seit diesem Frühjahr mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zusammen arbeitet. Im Rahmen dieser Kooperation wurden alle IKK-Pflegeberater zu dieser schwerwiegenden Erkrankung geschult und zu Demenz-Partnern fortgebildet. „Bei dem Seminar ist mir wieder klar geworden, dass es eine ganz wichtige Rolle spielt, wie ich auf die Erkrankten und ihre Angehörigen zugehe. Gerade Humor kann eine Situation entspannen und die Beratung positiv beeinflussen“, so Sadowski.

Bei Fragen einfach eine E-Mail schicken an dominik.sadowski@ikk-classic.de oder anrufen unter 02323 9520-31201.

 

Dominik Sadowski

Pflegeberater bei der IKK classic

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