Fitte Friseure in Hamm

Gesundheitsprojekt für gesamte Friseurinnung

(08.07.2019). „Ich gehe nicht mehr ohne meine Faszienrolle aus dem Haus“, sagt Ingo Lanowski und lacht. Er ist der Chef des Friseursalons Ingo und Hair Team in Hamm und gleichzeitig Obermeister der Friseurinnung. Gemeinsam mit IKK-Gesundheitsmanager Boris Mauz hat er etwas Einmaliges auf die Beine gestellt, und zwar für die mehr als 60 Friseurbetriebe dort betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) organisiert.

„Das erste Mal darüber gesprochen, wie BGM die Gesundheit seiner Mitarbeiter erhalten und weiter verbessern kann, haben wir bereits im Sommer 2017“, erinnert sich Mauz. Die Idee hat Lanowski sofort begeistert. „Unser Innungsleben hier in Hamm ist einzigartig“, sagt er. „Wir gehen offen miteinander um, helfen einander aus und es gibt keinen Konkurrenzkampf. Aber das Wichtigste: Wir sprechen über alles, auch darüber, wie man ein solches BGM-Projekt realisieren kann. Denn: Auch andere Saloninhaber waren von der Idee angetan.“ Es dauerte noch eine Weile, aber dann war eine Lösung gefunden. Zur Durchführung von BGM braucht man Platz. Und nicht jeder Salon ist groß genug. Aber: Vier Salons – Taglio Moderno, Manuel Birwe, Schnittfest und Ingo und Hair Team – stellten ihren Räume zur Verfügung und es konnte losgehen.

Mittlerweile ist viel passiert: Eine anonyme Mitarbeiterbefragung Anfang diesen Jahres in 15 Salons brachte Dinge ans Tageslicht, die nicht so optimal liefen. Allen voran: die typische Körperhaltung. Sie stresst den Rücken und nutzt die Schultern ab. „Diesem Thema haben wir uns zuerst gewidmet und Trainings zur körperlichen Belastung durchgeführt“, sagt Mauz. Dafür kam Diplom-Sportwissenschaftlerin Katja Osenberg in die Salons. „Ich habe die Mitarbeiter und ihre Körperhaltung während der Arbeit genau unter die Lupe genommen und konnte so bei den Trainings individuell auf meine Beobachtungen eingehen“, berichtet sie. Diese fanden dann an unterschiedlichen Wochentagen in den vier Salons statt.

„Als Vorbild war ich natürlich mit Feuereifer bei den Trainings dabei“, sagt Lanowski. „Wir lernten viel über rückenfreundliches und ergonomisches Verhalten. Bei den Ausgleichsübungen am Arbeitsplatz hatte ich einige Aha- Erlebnisse. Als die Faszienrolle zum Einsatz kam, war ich erst skeptisch, aber Übungen mit ihr lösen Muskelverhärtungen quasi in ‚Nichts‘ auf.“ Er ist unheimlich stolz auf das, was die Friseurbetriebe in Hamm bisher geleistet haben.

„Dieses Beispiel zeigt ganz deutlich: Auch kleine Unternehmen, die selbst nur geringe Ressourcen für das Thema haben, können – mit kreativen Ideen – von den Angeboten zum BGM profitieren“, sagt IKK-Regionalgeschäftsführer Hermann Rosenbaum. Ein Projekt in dieser Größenordnung für 60 Betriebe erlebt aber auch er zum ersten Mal. Und es geht weiter: Bisher wurden 30 Mitarbeiter geschult, weitere Einheiten sind nach den Sommerferien geplant.

Wer mehr über BGM mit der IKK classic erfahren möchte, wendet sich einfach an Boris Mauz. Telefon; 02932 9796-35022; Mobil: 0160 7423446; E-Mail: boris.mauz@ikk-classic.de

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(v.l.n.r.) Diplom-Sportwissenschaftlerin Katja Osenberg, Friseur-Innungsobermeister Ingo Lanowski, IKK-Regionalgeschäftsführer Hermann Rosenbaum, IKK-Gesundheitsmanager Boris Mauz.

©IKK classic

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