So bleiben Azubis fit

Gesundheitstipp der IKK classic

Sie sind jung, dynamisch und werden als Fachkräfte dringend gebraucht. Auszubildende spielen für die Zukunft von Unternehmen eine wichtige Rolle. Und viele junge Menschen werden schon bald eine Ausbildung beginnen.

(17.07.2019). Der Wechsel von der Schule in den Beruf stellt die jungen Menschen vor ungewohnte psychische und physische Belastungen. Sie befinden sich im ständigen Lernprozess: beruflich, bei der Persönlichkeitsfindung und dem sozialen Miteinander. Sie müssen sich im Betrieb behaupten, Aufgaben erfüllen und haben weniger Freizeit. „Damit Azubis nicht irgendwann unter körperlichen Beschwerden und Stress leiden, müssen sie sich gesundheitsbewusst verhalten“, weiß Stefanie Weier von der Krankenkasse IKK classic. Aber wie genau geht das

Sicherheit beachten

Berufsanfänger haben ein erhöhtes Unfallrisiko, denn sie sind noch unerfahren beim Bedienen von Maschinen und beim Benutzen von Werkzeugen und müssen sorgfältige eigewiesen werden. Regelmäßige Pausen sorgen zudem dafür, dass keine Arbeitsunfälle durch mangelnde Konzentration passieren. Schutzkleidung wie Sicherheitsschuhe zu tragen und Schutzmittel zu benutzen ist unerlässlich, um die Gesundheit durch chemische Stoffe, Lärm oder extreme Temperaturen nicht zu gefährden.

Sitzen, Stehen und Heben

Langes Stehen am Arbeitsplatz oder schweres Heben sind für Azubis ungewohnt. Viele empfinden die ersten Monate ihrer Ausbildung als sehr belastend. „Bei Schreibtischarbeit ist dynamisches Sitzen angesagt, bei dem die Sitzposition immer wieder verändert wird, um Verspannungen im Nacken und unterem Rücken zu verhindern. Regelmäßiges Aufstehen und Bewegen beugt Problemen vor“, weiß Weier aus eigener Erfahrung. Langes Stehen kann zu Schmerzen in den Beinen und im Rücken führen, denn die Muskeln sind ständig angespannt und ein Hohlkreuz staucht die Wirbelsäule ineinander. Deshalb Knie nicht durchdrücken, sondern immer leicht anwinkeln und die Füße in Schrittstellung. Die richtigen Hebe- und Tragetechniken mit gebeugten Knien und geradem Rücken helfen dabei, Rückenprobleme gar nicht erst entstehen zu lassen.

Umgang mit Stress

Zeitdruck, überfordernde Aufgaben oder Konflikte mit Kollegen gehen an jungen Mitarbeitern nicht spurlos vorüber. Dauerstress kann zu Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, Depressionen und Unzufriedenheit führen. Von Anfang an sollten Azubis lernen, wie sie sich entspannen und mit Stresssituationen besser umgehen können. „Die Basis bilden ausreichend langer Schlaf und ein vernünftiges Gestalten der Pausen. Statt zum Imbiss zu gehen oder hastig am Arbeitsplatz zu essen, sollten sie sich Zeit nehmen für Mahlzeiten im Aufenthaltsraum. Ein Spaziergang an der frischen Luft trägt dazu bei, in den Pausen bewusst von der Arbeit abzuschalten. Sport stärkt die Muskulatur sowie das Herz-Kreislauf-System und ist gleichzeitig eine sehr gute Möglichkeit, Stress abzubauen“, so Weier.

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Stefanie Weier
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