Weniger Schlaganfalltote im Kreis Höxter

Im Kreis Höxter sterben immer weniger Menschen an den Folgen eines Schlaganfalls – innerhalb von zehn Jahren Rückgang um 19,8 Prozent.

(01.08.2019). Starben im Kreis Höxter 2007 noch 126 Menschen an einem Schlaganfall, so waren es 2017 nur noch 101, dies entspricht einem Rückgang von 19,8 Prozent. Dabei erleiden vor allem ältere Menschen einen tödlichen Schlaganfall: Nur 5,9 Prozent der Betroffenen im Kreis waren noch keine 60 Jahre alt, während 69,3 Prozent 80 Jahre oder älter waren. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen lag NRW-weit bei 82,0 Jahren (Männer: 79,1; Frauen: 84,2). Das berichtet Stefanie Weier von der Krankenkasse IKK classic. Sie hat dafür die aktuellen Zahlen des Landesamts für Statistik (IT.NRW) ausgewertet.

„Die Zahlen zeigen, dass die Akut-Versorgung von Schlaganfällen im Kreis hervorragend funktioniert und sich in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. Doch die Situation nach dem Klinik-Aufenthalt überfordert häufig die Betroffenen und deren Angehörige“, so Stefanie Weier. Patienten und Familienangehörige müssen sich von dem Schock erst einmal erholen und häufig – je nach Schweregrad – steht den Patienten ein langer Genesungsprozess bevor. Es ist viel zu organisieren: Mit den Ärzten die weitere Behandlung koordinieren, Anträge für die Krankenkasse ausfüllen, beispielsweise für eine anschließende Rehabilitation oder benötigte Hilfsmittel.

Aus diesem Grund ist die IKK classic Partner des Projekts „STROKE OWL“ der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Sogenannte Schlaganfall-Lotsen begleiten die Patienten ein Jahr lang und helfen ihnen, nach einem Schlaganfall ins Leben zurückzufinden und wieder aktiv am Alltag teilzunehmen. Sie informieren und beraten den Patienten und seine Angehörigen, dokumentieren die Behandlungen und koordinieren die Maßnahmen. Sie unterstützen bei der Beantragung von Hilfsmitteln, der Suche nach einem Pflegedienst oder bei notwendigen Umbaumaßnahmen zu Hause. Über 900 Patienten haben die 17 Lotsen in OWL seit Oktober 2017 bereits betreut. Betroffene Patienten werden direkt im Krankenhaus von den Schlaganfall-Lotsen angesprochen.

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Stefanie Weier
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