Münster: Immer mehr Väter in Elternzeit

Um den Nachwuchs zu betreuen, bleiben auch Papas inzwischen immer häufiger zuhause und beziehen Elterngeld. Münsteraner Väter haben in NRW die Nase vorn. Elterngeld ist beitragsfrei.

(30.01.2020). Dass auch Männer nach der Geburt eines Kindes Elternzeit nehmen können, ist nicht neu. In Münster machen das sogar immer mehr Väter, teilt die IKK classic mit. Die Krankenkasse hat die Zahlen des Statistischen Bundesamtes ausgewertet: Im Jahr 2018 haben 7.754 Menschen in Münster Elterngeld bezogen, 2.304 davon waren Männer. Der Anteil von Vätern lag somit bei 29,7 Prozent. Ein Jahr zuvor lag er bei 29,3 Prozent, 2016 bei 28,1 Prozent.

 „2018 haben mehr Väter in Münster Elterngeld bezogen, als in den Jahren davor. Die Stadt liegt damit nicht nur weit über dem Landesdurchschnitt von 21,5 Prozent, sondern hat im gesamten Bundesland die Nase vorn“, sagt IKK-Pressereferentin Stefanie Weier. In ganz NRW bekamen In 2018 392.367 Personen Elterngeld. Den zweithöchsten Väteranteil beim Elterngeldbezug in NRW verzeichnete 2018 mit 26,9 Prozent die Stadt Bonn, den niedrigsten mit 11,9 Prozent die Stadt Gelsenkirchen.

Elterngeld ist eine staatliche Leistung für junge Familien. Es schafft einen finanziellen Ausgleich, wenn Eltern nach der Geburt ihre berufliche Arbeit unterbrechen oder einschränken. Die Zahlung erhalten auch Eltern, die vor der Geburt nicht gearbeitet haben. Elterngeld gibt es in drei Varianten, die untereinander kombiniert werden können: Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus.

Das klassische Basiselterngeld kann bis zu zwölf Monate in Anspruch genommen werden. Wenn beide Elternteile diese Leistung beantragen und mindestens einer von ihnen nach der Geburt weniger Einkommen hat als davor, sogar bis zu 14 Monate. Die zwei zusätzlichen Monate werden „Partnermonate“ genannt. Sie können aber auch von Alleinerziehenden genutzt werden. Der Zeitraum kann zwischen den Eltern aufgeteilt werden. Sie können gleichzeitig oder abwechselnd Elterngeld beziehen. Die Höhe des Basiselterngeldes orientiert sich am Durchschnittseinkommen vor der Geburt. Es beträgt monatlich mindestens 300 Euro und maximal 1.800 Euro.

Das ElterngeldPlus fällt in der Regel niedriger aus, wird dafür aber doppelt so lange gezahlt. Es stärkt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ist für diejenigen, die schon während des Elterngeldbezugs wieder in Teilzeit arbeiten wollen. Das ElterngeldPlus beträgt zwischen 150 Euro und 900 Euro im Monat. Der sogenannte „Partnerschaftsbonus“ sind vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate. Den erhalten Eltern, die in dieser Zeit gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten. Dies gilt auch für getrennt erziehende Eltern. Alleinerziehenden steht der gesamte Partnerschaftsbonus zu.

„Sind die Eltern versicherungspflichtig beschäftigt und bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, besteht die Mitgliedschaft fort, solange Elterngeld bezogen wird. Aus dem Elterngeld sind keine Beiträge zu zahlen. Diese Beitragsfreiheit gilt jedoch nicht für mögliche andere Einnahmen“, so Stefanie Weier. Die IKK classic rät Versicherten, sich vor Beantragung des Elterngeldes von ihrer Krankenkasse beraten zu lassen.

Elterngeld muss schriftlich bei der örtlichen Elterngeldstelle beantragt werden. Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in NRW bietet unter https://www.mkffi.nrw/antragstellung-elterngeld neben wertvollen Informationen auch eine Liste mit Links zu den zuständigen Behörden vor Ort und den notwendigen Antragsformularen.

 

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