Spätes Babyglück: Mütter in Münster werden immer älter

Durchschnittsalter der Mütter in Münster bei der Geburt auf 32,5 Jahre gestiegen – Spätgebärende haben ein erhöhtes Komplikationsrisiko – Vorsorgeuntersuchungen helfen, Gefahren frühzeitig zu erkennen

(17.06.2020). In Münster ist das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt eines Kindes auf 32,5 Jahre (2019) gestiegen, 2009 lag es noch bei 31,5 Jahre. Nach aktuellen Zahlen des Landesbetriebs IT.NRW war die höchste Geburtenhäufigkeit in Münster bei 30- bis 34-jährigen Frauen zu beobachten: 2019 wurden in dieser Altersgruppe 1281 von insgesamt 3079 Babys zur Welt gebracht. An zweiter Stelle folgten die 35- bis 39-jährigen Mütter mit 838 Geburten. In 2019 wurden insgesamt 2256 (73,3 Prozent) aller Kinder von Müttern ab 30 Jahre geboren.

„Damit haben fast drei Viertel der Babys in Münster eine Mutter, die bereits 30 oder älter ist“, so Stefanie Weier von der Krankenkasse IKK classic. „Gegen ein spätes Mutterglück spricht natürlich grundsätzlich nichts, allerdings steigt statistisch gesehen das Komplikationsrisiko bei Spätgebärenden“, so Weier weiter. Je älter die werdende Mutter, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbildung des Kindes oder vorzeitiger Blutungen. Außerdem treten bei werdenden Müttern über 30 häufiger erhöhte Blutzuckerwerte während der Schwangerschaft auf. Mittlerweile entwickeln etwa fünf Prozent aller schwangeren Frauen im Laufe ihrer Schwangerschaft einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Er zählt zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen. „Da diese Störung des Zuckerstoffwechsels selten Beschwerden verursacht, wird sie ohne Test kaum entdeckt“, so Weier. Unbehandelt kann sie jedoch ernsthafte Folgen für die Gesundheit von Mutter und Kind haben. So sind Kinder von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes im Durchschnitt etwas schwerer, was eine verzögerte Geburt nach sich ziehen kann. Bei erhöhtem Blutzucker während der Schwangerschaft steigt zudem das Risiko für Präeklampsie, eine seltene Schwangerschaftserkrankung, die steigenden Blutdruck und Wassereinlagerungen im Körper der Mutter verursacht.

„Darum ist es so wichtig, dass Schwangere alle von den Krankenkassen angebotenen Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen, zu denen auch ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes gehört. So können Krankheiten und Komplikationen schnell erkannt und behandelt werden“, betont Weier

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