Krankheitsgeschehen und Corona-Fälle im dritten Quartal 2020

Arbeitsunfähigkeit in Westfalen-Lippe weiter unter Vorjahresniveau – Atemwegserkrankungen steigen im September deutlich an – IKK classic rät zu Grippeschutzimpfung.

(23.10.2020). Auch im dritten Quartal 2020 sind bei der IKK classic in Westfalen-Lippe weniger Krankmeldungen eingegangen, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das zeigt die Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten der rund 352.000 Versicherten (mit Anspruch auf Krankengeld). Demnach gab es im Juli, August und September dieses Jahres 143.568 AU-Fälle. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 159.813 Fälle. Aber: Seit Juni steigen die AU-Fälle wieder kontinuierlich an auf zuletzt 53.452 Fälle im September. Dies entspricht einer AU-Quote* von 14 Prozent. Sie liegt damit aber immer noch unter dem Vorjahreswert von 15,3 Prozent. Von den Versicherten der IKK classic in Westfalen-Lippe erkrankten bis Ende September 2.482 Personen nachweislich an einer Covid-19-Infektion.

„Normalerweise nehmen die Krankmeldungen im Herbst – mit Beginn der Erkältungs- und Grippesaison – eher zu. Das wird besonders bei klassischen Infektionskrankheiten wie Atemwegserkrankungen deutlich“, sagt Dietmar Griese, Landesgeschäftsführer der IKK classic in Westfalen-Lippe. Im September 2020 reichten insgesamt 9.411 Versicherte eine AU-Bescheinigung mit dieser Diagnose ein. Im Vergleich zum Vormonat (August 2020: 4.869 Personen) hat sich die Zahl fast verdoppelt. Mit 17,6 Prozent der AU-Fälle im September 2020 ist der Anteil am Krankheitsgeschehen jedoch auch hier niedriger als im Vorjahresmonat: Im September 2019 wurden 18,2 Prozent der AU-Fälle im Zusammenhang mit einer Atemwegserkrankung registriert.

„Aber die Erkältungszeit hat ja gerade erst begonnen, deshalb finde ich es sinnvoll, dass seit dem 19. Oktober 2020 bis vorerst 31. Dezember 2020 eine Krankschreibung bei Versicherten mit leichten Atemwegserkrankungen wieder nach telefonischer Anamnese erfolgen kann“, sagt Dietmar Griese. Viele Praxen bieten zudem differenzierte Sprechstunden an und behandeln Infektionen zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Tagen. Welche das sind, erfahren Patienten auf der Internetseite der KVWL. Sie sollten vorab Kontakt aufnehmen und erfragen, wann sie sich, entsprechend des individuellen Beschwerdebildes, vorstellen können. „Um Doppelinfektionen  – mit Corona und Influenza – zu vermeiden und auch die Ressourcen des Gesundheitssystems zu schonen, ist eine rechtzeitige Immunisierung gegen Grippe gerade in dieser Saison besonders wichtig“, so der Landesgeschäftsführer. Vor allem Risikogruppen sollten die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) beachten und sich gegen das diesjährige Influenza-Virus impfen zu lassen.

* Die AU-Quote ist der Anteil der im benannten Zeitraum mindestens einmal erkrankten Personen, bezogen auf die gesamte Anzahl der bei der IKK classic versicherten Arbeitnehmer (mit Krankengeldanspruch).

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Infografik AU-Zahlen im Vorjahresvergleich für Westfalen-Lippe © IKK classic

Anzahl der AU-Fälle im Vorjahresvergleich für Westfalen-Lippe

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