IKK classic in Bochum: Arbeitsunfähigkeit unter Vorjahresniveau

Psychische Erkrankungen sind jedoch gestiegen.

(19.11.2020). Bereits den siebten Monat in Folge sind bei der IKK classic in Bochum weniger Krankmeldungen eingegangen als im gleichen Monat des Vorjahres. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten der Krankenkasse hervor. Demnach waren im Oktober 2020 unter den knapp 7.600 bei der IKK classic in Bochum versicherten Arbeitnehmern 14,2 Prozent mindestens einen Tag krankheitsbedingt arbeitsunfähig (AU). Diese AU-Quote* betrug im Oktober 2019 noch 16,9 Prozent.

Insgesamt weniger AU-Meldungen aufgrund von Atemwegserkrankungen

„Diese Entwicklung über das Jahr 2020 betrachtet ist unter anderem auf einen deutlichen Rückgang bei den akuten Atemwegserkrankungen zurückzuführen“, sagt Stefanie Weier von der IKK classic. Von Januar bis Oktober reichten insgesamt 2.241 Versicherte eine AU-Bescheinigung mit dieser Diagnose ein – 14,7 Prozent weniger als in 2019. Besonders deutlich war diese Tendenz in den Monaten Mai und Juli – hier betrug die Zahl der Meldungen nur gut die Hälfte des Vorjahreswerts. Mehr Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen im Vergleich zum Vorjahr hatte es nur im März und April gegeben: Im März hatten sich gegenüber dem Vorjahr 60,4 Prozent mehr Versicherte wegen akuten Atemwegsinfekten krank gemeldet. Im April hatte die Zahl 17,6 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Von den Versicherten der IKK classic in Bochum erkrankten bis Ende Oktober 59 Personen nachweislich an einer Covid-19-Infektion.

Telefonische Krankschreibung erneut möglich

„Unsere Daten bestätigen, dass Ärzte und Beschäftigte mit der bis zum 31. Mai geltenden Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung verantwortungsvoll umgegangen sind“, sagt Stefanie Weier. Diese Möglichkeit wurde jüngst erneut eingeführt und gilt nun bis zum Jahresende. „Wir gehen davon aus, dass die Versicherten dieses Instrument auch jetzt mit Maß und Ziel verwenden.“ Zum anderen tragen Abstands- und Hygieneregeln nach Ansicht der Pressereferentin dazu bei, dass sich Atemwegserkrankungen insgesamt weniger verbreiten. Aber nicht nur Atemwegserkrankungen wurden weniger diagnostiziert, auch die Anzahl von Muskel- und Skeletterkrankungen, der Krankheitskomplex, der Jahr für Jahr insgesamt fast ein Drittel aller Arbeitsunfähigkeitstage verursacht, ging um 4,8 Prozent zurück – von 3.902 Fälle bis einschließlich Oktober 2019 auf 3.714 im gleichen Zeitraum in 2020. Dagegen ist die Zahl der Versicherten mit psychischen Erkrankungen im Jahresvergleich zu 2019 gestiegen: 3,7 Prozent mehr IKK-versicherte Bochumer (1.865) litten bis Oktober 2020 an Depressionen und Co. 2019 waren es 1.798.

Der Rückgang der Krankschreibungen kann verschiedene Ursachen haben. Neben der Angst, bei einer akuten Erkrankung zum Arzt zu gehen und sich dort in der Praxis mit Corona anzustecken, vermutet Stefanie Weier einen weiteren Grund: „Es könnte auch an der in der Pandemie gestiegenen Inanspruchnahme von Kurzarbeit und an der Sorge um den Arbeitsplatz liegen, dass sich Arbeitnehmer weniger krank schreiben lassen“, sagt sie und rät all denjenigen: „Notwendige Behandlungen sollten möglichst nicht hinausgezögert werden, denn das kann nachteilige Folgen für die Gesundheit haben.“

*Die AU-Quote ist der Anteil der im benannten Zeitraum mindestens einmal erkrankten Personen, bezogen auf die gesamte Anzahl der bei der IKK classic in Baden-Württemberg versicherten Arbeitnehmer mit Krankengeldanspruch.

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