Anspruch auf Pflegeentlastungsbetrag

1.500 Euro im Jahr – Übertragung für 2020 noch bis Juni 2021 möglich – Land NRW bietet für Suche nach Anbietern Internetplattform – wegen Corona bis März 2021 kein Nachweis für Nachbarschaftshilfe nötig.

(08.12.2020). Pflegebedürftigen Menschen (Pflegegrad 1 bis 5), die zu Hause durch Angehörige oder durch Pflegedienste versorgt werden, steht eine Unterstützung von 125 Euro im Monat zu. Etwa 65.000 bei der IKK classic in NRW versicherten Pflegebedürftigen könnten diese Leistung beantragen, aber nur etwas mehr als die Hälfte (36.000) haben den sogenannten Pflegeentlastungsbetrag in Anspruch genommen. Das berichtet Pressereferentin Stefanie Weier aufgrund einer aktuellen Auswertung.

Dieses Geld kann monatlich ausgegeben werden, zum Beispiel, wenn einmal in der Woche jemand zur Unterstützung kommt. Man kann aber auch größere Beträge auf einmal erhalten – zum Beispiel

für eine Tages- oder Kurzzeitpflege. Pflegebedürftige erhalten pro Jahr insgesamt 1.500 Euro. „Wird diese Leistung in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte Betrag bis zum 30. Juni des Folgejahres übertragen werden. Corona-bedingt wurde diese Frist für Beträge aus 2019 sogar bis Ende 2020 verlängert“, weiß Stefanie Weier. Mit dem Geld können beispielsweise eine Unterstützung im Haushalt finanziert werden – eine Begleitung zum Einkauf, zum Friedhof oder zu Ausflügen; oder Gruppenangebote – beispielsweise für Menschen mit Demenz wie Gedächtnistraining, zum Tanzen, Singen oder für Gymnastik.

Wer den Entlastungsbetrag zur Unterstützung im Alltag verwenden möchte, sollte ein nach Landesrecht anerkanntes Angebot in Anspruch nehmen. Um Betroffenen die Suche nach einem passenden Angebot zu erleichtern, hat das Land NRW unter www.pfaduia.nrw.de alle Angebote zusammengefasst. Mit der Eingabe der Postleitzahl kann man hier das nächstgelegene Angebot finden. Mit Filtern nach speziellen Angeboten (z.B. nur Betreuungsgruppen) kann man die Suche optimieren. Beim Klick auf das Angebot gibt es weiterführende Informationen, wie beispielsweise eine Kurzbeschreibung oder die ausführlichen Kontaktdaten des Anbieters.

Nicht auf dieser Homepage zu finden sind anerkannte Nachbarschaftshelfer – solche Personen, die einen von den Pflegekassen für die Nachbarschaftshilfe anerkannten Kurs absolviert haben oder über gleichwertige Erfahrungen oder Kenntnisse in der Versorgung von Pflegebedürftigen verfügen und diese der Pflegekasse nachweisen. Corona-bedingt ist ein solcher Nachweis (Stand heute) bis März 2021 nicht notwendig. „Zu den erstattungsfähigen Auslagen und Aufwendungen gehören Fahrtkosten, Belege für Betreuungsaufwände oder die pauschale Abgeltung des Zeitaufwandes“, zählt Stefanie Weier auf. Hierzu erhalten Interessierte nähere Informationen bei den IKK-Pflegeberatern. Einfach Postleitzahl oder Ort eingeben unter: www.ikk-classic.de/pflegeberater

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Stefanie Weier
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