12,3 Prozent der Menschen in Gladbeck sind schwerbehindert

Seit 2013 ist die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Gladbeck um 19,3 Prozent gestiegen – durch den demographischen Wandel wird die Zahl in den nächsten Jahren weiter deutlich steigen – vor allem ältere Menschen sind betroffen.

(18.01.2021). Ende 2019 lebten laut den aktuellsten Zahlen des Statistischen Landesamts (IT.NRW) 9.328 schwerbehinderte Menschen (Behinderungsgrad mindestens 50 Prozent) in Gladbeck. Dies waren 19,3 Prozent mehr als Ende 2013 (7.816). Damit waren insgesamt 12,3 Prozent der Menschen in Gladbeck schwerbehindert (Kreis Recklinghausen: 11,8 Prozent/NRW: 10,6 Prozent), 2013 waren es noch 10,6 Prozent (Kreis Recklinghausen: 9,9 Prozent/NRW: 10,1 Prozent).

„Im Gegensatz zur landläufigen Meinung entstehen fast 90 Prozent der Schwerbehinderungen in Deutschland durch eine Erkrankung, nur rund drei Prozent sind angeboren, ein Prozent sind auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen und sechs Prozent entfallen auf andere

Ursachen“, so Stefanie Weier von der IKK classic. „Vor allem im Alter wächst dabei das Risiko, durch eine chronische Erkrankung schwerbehindert zu werden, beispielsweise durch einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, eine Krebserkrankung oder auch Diabetes. So ist circa ein Drittel (34 Prozent) der schwerbehinderten Menschen 75 Jahre und älter, rund 44 Prozent gehören der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahre an und nur zwei Prozent der Schwerbehinderten sind jünger als 18 Jahre“, so Stefanie Weier weiter.

Durch den demographischen Wandel und den medizinischen Fortschritt wird die Zahl der schwerbehinderten Menschen immer weiter wachsen. Überträgt man die heutige altersspezifische Häufigkeit von Behinderungen in die Zukunft, dann wird nach wissenschaftlichen Prognosen 2050 jeder achte Deutsche schwerbehindert sein. „Nur mit Präventionsprogrammen für die gefährdeten Bevölkerungsgruppen lässt sich diese Entwicklung mildern. Dafür müssen Aufklärung, Beratung und Training zu Bewegung, Stressbewältigung, gesunder Ernährung und Suchtprävention selbstverständlicher werden. Dies gilt nicht nur für jeden Einzelnen, sondern auch für die Gesundheitssysteme und die Arbeitswelt“, so Stefanie Weier.

Profilbild Pressereferentin Stefanie Weier © IKK Classic

Nordrhein-Westfalen
Westfalen-Lippe

Stefanie Weier
Pressereferentin

Tel.: 0521 9443-530016
Fax: 0521 9443-582199

stefanie.weier@ikk-classic.de
twitter.com/IKKcl_Presse_WL