2020 starben in Gelsenkirchen deutlich mehr Menschen an Atemwegserkrankungen

Verglichen mit dem Vorjahr starben 2020 28,3 Prozent mehr Menschen in Gelsenkirchen an Atemwegserkrankungen – Hauptursache hierfür ist die Corona-Pandemie.

(24.11.2021) Starben 2019 in Gelsenkirchen laut Daten des Statistischen Landesamts 527 Menschen an einer Atemwegserkrankung, so stieg die Zahl 2020 um 28,3 Prozent auf 676. „Ursächlich für diese Steigerung war vor allem die Coronapandemie. Von den 676 Toten 2020 starben allein 186 an Covid-19 – das entspricht 27,5 Prozent der an Atemwegserkrankungen Verstorbenen“, so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic. „Insgesamt ist hierdurch auch der Anteil der an Atemwegserkrankungen Verstorbenen an allen Sterbefällen in Gelsenkirchen deutlich gestiegen – von 15,2 Prozent 2019 auf 18,6 Prozent im Jahr 2020“.

Die meisten Todesfälle durch Atemwegserkrankungen wurden durch Lungen-, Bronchial- und Luftröhrenkrebs verursacht (233 Verstorbene), gefolgt von chronischen Erkrankungen der unteren Atmungsorgane, wie beispielsweise COPD und Asthma (145 Verstorbene). „Viele dieser Todesfälle könnten einfach vermieden werden“, so Michael Lobscheid. „Denn bei den Männern ist bei rund 90 Prozent der Fälle, bei den Frauen bei 80 Prozent, das Rauchen für die Entwicklung von Lungen- und Bronchialkrebs verantwortlich“.

Das durchschnittliche Sterbealter der an Atemwegserkrankungen Verstorbenen in NRW lag 2020 bei 77,5 Jahre (Männer: 76,4 Jahre; Frauen 78,9 Jahre) und damit 1,6 Jahre niedriger als das durchschnittliche Sterbealter aller Verstorbenen.

Michael Lobscheid

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