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Datum: 24. April 2014 - 16:16 Uhr

elektronische Gesundheitskarte

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Elektronische Gesundheitskarte

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) löst ab 2014 bei allen gesetzlich Versicherten die bisherige Krankenversichertenkarte ab, die in ihren Möglichkeiten und Sicherheitsstandards stark limitiert war.

Bis Sie Ihre persönliche eGK erhalten, behält Ihre bisherige IKK-Gesundheitskarte die Gültigkeit und ist als Behandlungsausweis bei Ärzten und in Krankenhäusern weiterhin vorzulegen. Aus organisatorischen Gründen kann es sein, dass Sie auch nach Abgabe des Lichtbildes noch einmal eine ganz normale Versichertenkarte ohne Bild erhalten.

Sicher, schnell und einfach

Mit der Einführung der neuen Gesundheitskarte werden die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass medizinische Daten in Zukunft auch auf elektronischem Wege sicher, schnell und einfach ausgetauscht und verarbeitet werden können – vorausgesetzt der Versicherte hat dem zugestimmt. Dabei ermöglicht ein hochmoderner Mini-Computer auf der Gesundheitskarte – der Prozessor-Chip – dass sensible Gesundheitsdaten künftig verschlüsselt gespeichert werden können und so vor unberechtigten Zugriffen geschützt sind.

Aktuell können von Ihrer Karte die administrativen Daten wie Name, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Versichertennummer etc. ausgelesen und Ihr Versicherungsstatus festgestellt werden. Dabei schützt Ihr Foto vor dem Missbrauch Ihrer Karte durch Unberechtigte.  

So sieht die neue Karte aus

Das Foto auf der neuen Gesundheitskarte ist die größte sichtbare Veränderung zur bisherigen Karte. Dieses weist Sie eindeutig und schnell als Karteninhaber aus. Darüber hinaus verfügt die eGK über einen Mikroprozessorchip, der Daten und Informationen speichern und übertragen kann.

Die Europäische Krankenversicherungskarte auf der Rückseite der eGK ermöglicht den problemlosen Versicherungsnachweis auch außerhalb Deutschlands.

Versicherungsschutz

Ihre alte Krankenversichertenkarte verliert mit Ablaufdatum, spätestens aber mit der flächendeckenden Einführung der eGK ihre Gültigkeit und wird von Ärzten, Zahnärzten und Krankenhäusern nicht mehr akzeptiert. Damit kann ein problemloser Zugang zu medizinischen Leistungen nicht mehr gewährleistet werden.

Vielfach stellt sich die Frage, ob der Versicherungsschutz erlischt, wenn Versicherte kein Foto für die Gesundheitskarte zur Verfügung stellen. Selbstverständlich besteht unabhängig davon der Versicherungsschutz bei der IKK classic weiter. Die Ausgabe einer neuen elektronischen Gesundheitskarte ist ohne Foto aufgrund der gesetzlichen Vorgaben allerdings leider nicht möglich (Ausnahmen gelten nur für einen ganz eingeschränkten Personenkreis).

Ihr Foto ist ein unverzichtbarer Bestandteil der neuen eGK und soll dem Missbrauch Ihrer Karte vorbeugen. Daher sind alle Versicherten ab dem 15. Lebensjahr gesetzlich zur Abgabe eines Lichtbildes verpflichtet. Nur wenige Personengruppen sind von der Abgabe eines Lichtbildes befreit. Dazu zählen beispielsweise Pflegebedürftige sowie Kinder und Jugendliche unter 15 Jahre.

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Lichtbild

Auf der Vorderseite der neuen Karte ist ein aktuelles Foto von Ihnen abgebildet, welches analog zu Passbildern ganz bestimmten Kriterien entsprechen muss. Das Foto weist Sie eindeutig und schnell als Karteninhaber aus und beugt bei Verlust einem Missbrauch durch unberechtigte Dritte vor. Eine Gesundheitskarte ohne Foto erhalten lediglich Kinder unter 15 Jahren und Versicherte, denen die Erstellung eines Fotos aus medizinischen Gründen  nicht möglich ist (z. B. Schwerpflegebedürftige).

  • Ihr ganzes Gesicht muss klar und zweifelsfrei zu erkennen sein und auf dem Foto eine Höhe von mindestens 2 cm haben.
  • Verwenden Sie nur Fotos, die ohne Rand 3,5 cm breit und 4,5 cm hoch sind.
  • Senden Sie uns ein Passfoto mit einem hellen Hintergrund und ohne jeglichen Farbstich.
  • Der Bildhintergrund bietet einen deutlichen Kontrast zu Gesicht und Haaren und zeigt keine störenden Konturen.
  • Achten Sie darauf, dass der Kopf mit Blick in die Kamera gerichtet ist, die Augen geöffnet und vollständig sichtbar sind. Ihr Gesichtsausdruck sollte neutral sein.
  • Auf dem Bild sind keine weiteren Personen oder Gegenstände zu sehen.
  • Ein biometrisches Foto nach den Regeln des Passgesetzes ist nicht erforderlich.
  • Falls Sie aus religiösen Gründen eine Kopfbedeckung tragen, muss Ihr Gesicht trotzdem ganz zu erkennen sein.

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Ihre Daten sind geschützt

Bei der neuen Gesundheitskarte bestimmt der Versicherte allein, welche Daten gespeichert oder genutzt werden. Zum Auslesen von medizinischen Daten braucht der Arzt, Zahnarzt oder Apotheker stets die Zustimmung des Patienten. Diese erteilt er durch Eingabe seiner PIN (persönliche Identifikationsnummer) in das Kartenterminal.

Da alle persönlichen Gesundheitsdaten mit dem so genannten Zwei-Schlüssel-Prinzip gesichert sind, muss sich der Arzt zusätzlich durch seine Chipkarte (sogenannter Heilberufsausweis) identifizieren. Nur für eine Notfallversorgung können Arzt oder Rettungsassistent die hinterlegten Notfalldaten ohne PIN-Eingabe des Versicherten lesen. Jeder Versicherte kann seine persönliche PIN frei wählen und bei Bedarf ändern. Das erstmalige Setzen der PIN durch den Karteninhaber darf allerdings nur in einer kontrollierten Umgebung wie beispielsweise in einer Arztpraxis oder in einer Geschäftsstelle der Krankenkasse erfolgen. Nach dreimaliger Falscheingabe wird die PIN gesperrt. Das ist in etwa so wie bei der SIM-Karte eines Mobiltelefons.

Darüber hinaus werden die letzten 50 Zugriffe auf die Daten – ob auf den Notfalldatensatz oder andere Fachanwendungen – auf der Karte protokolliert. Dadurch lässt sich zuverlässig zurückverfolgen, wer von der Zugriffsautorisierung Gebrauch gemacht hat.

Wenn Sie bemerken, dass Sie Ihre Karte verloren haben oder diese entwendet wurde, setzen Sie sich bitte mit Ihrer IKK classic in Verbindung. Wir werden die verlorene Karte dann sperren – ähnlich wie die Bank Ihre verlorene EC-Karte sperrt. Anschließend erhalten Sie von uns eine neue eGK.

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