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Datum: 03. März 2015 - 15:56 Uhr

elektronische Gesundheitskarte

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Elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Seit dem 1. Januar 2015 gilt ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte als Berechtigungsnachweis für die Inanspruchnahme von Leistungen beim Arzt und beim Zahnarzt.

Sicher, schnell und einfach

Mit der neuen Gesundheitskarte werden die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass medizinische Daten in Zukunft auch auf elektronischem Wege sicher, schnell und einfach ausgetauscht und verarbeitet werden können – vorausgesetzt der Versicherte hat dem zugestimmt. Der Schutz Ihrer persönlichen Gesundheitsdaten hat höchste Priorität. Auf der eGK werden zunächst nur Ihre Versichertendaten gespeichert. Im Zuge der Weiterentwicklung können zukünftig auf Ihren Wunsch auch Ihre Notfalldaten und weitere medizinische Daten, wie Diagnosen und Medikamente, gespeichert werden. Ohne Ihre Einwilligung kann aber niemand auf diese vertraulichen Daten zugreifen.

Ihr Foto schützt vor dem Missbrauch Ihrer Karte durch Unberechtigte.  

So sieht die neue Karte aus

Das Foto auf der neuen Gesundheitskarte ist die größte sichtbare Veränderung zur bisherigen Karte. Dieses weist Sie eindeutig und schnell als Karteninhaber aus. Darüber hinaus verfügt die eGK über einen Mikroprozessorchip, der Daten und Informationen speichern und übertragen kann.

Die Europäische Krankenversicherungskarte auf der Rückseite der eGK ermöglicht den problemlosen Versicherungsnachweis auch außerhalb Deutschlands.

Versicherungsschutz

Ihre alte Krankenversichertenkarte hat, unabhängig von dem Ablaufdatum, am 31. Dezember 2014 ihre Gültigkeit verloren und wird von Ärzten, Zahnärzten und Krankenhäusern nicht mehr akzeptiert. Damit kann ein problemloser Zugang zu medizinischen Leistungen nicht mehr gewährleistet werden.

Vielfach stellt sich die Frage, ob der Versicherungsschutz erlischt, wenn Versicherte kein Foto für die Gesundheitskarte zur Verfügung stellen. Selbstverständlich besteht unabhängig davon der Versicherungsschutz bei der IKK classic weiter. Die Ausgabe einer neuen elektronischen Gesundheitskarte ist ohne Foto aufgrund der gesetzlichen Vorgaben allerdings leider nicht möglich (Ausnahmen gelten nur für einen ganz eingeschränkten Personenkreis).

Ihr Foto ist ein unverzichtbarer Bestandteil der neuen eGK und soll dem Missbrauch Ihrer Karte vorbeugen. Daher sind alle Versicherten ab dem 15. Lebensjahr gesetzlich zur Abgabe eines Lichtbildes verpflichtet. Nur wenige Personengruppen sind von der Abgabe eines Lichtbildes befreit. Dazu zählen beispielsweise Pflegebedürftige sowie Kinder und Jugendliche unter 15 Jahre.

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Lichtbild

Auf der Vorderseite der neuen Karte ist ein aktuelles Foto von Ihnen abgebildet, welches ganz bestimmten Kriterien entsprechen muss. Das Foto weist Sie eindeutig und schnell als Karteninhaber aus und beugt bei Verlust einem Missbrauch durch unberechtigte Dritte vor. Eine Gesundheitskarte ohne Foto erhalten lediglich Kinder unter 15 Jahren und Versicherte, denen die Erstellung eines Fotos aus medizinischen Gründen  nicht möglich ist (z. B. Schwerpflegebedürftige).

  • Ihr ganzes Gesicht muss klar und zweifelsfrei zu erkennen sein und auf dem Foto eine Höhe von mindestens 2 cm haben.
  • Verwenden Sie nur Fotos, die ohne Rand 3,5 cm breit und 4,5 cm hoch sind.
  • Senden Sie uns ein Passfoto mit einem hellen Hintergrund und ohne jeglichen Farbstich.
  • Der Bildhintergrund bietet einen deutlichen Kontrast zu Gesicht und Haaren und zeigt keine störenden Konturen.
  • Achten Sie darauf, dass der Kopf mit Blick in die Kamera gerichtet ist, die Augen geöffnet und vollständig sichtbar sind. Ihr Gesichtsausdruck sollte neutral sein.
  • Auf dem Bild sind keine weiteren Personen oder Gegenstände zu sehen.
  • Ein biometrisches Foto nach den Regeln des Passgesetzes ist nicht erforderlich.
  • Falls Sie aus religiösen Gründen eine Kopfbedeckung tragen, muss Ihr Gesicht trotzdem ganz zu erkennen sein.

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Ihre Daten sind geschützt

Im Rahmen des geplanten Aufbaus der Telematikinfrastruktur bestimmt der Versicherte zukünftig allein, welche Daten mit der neuen Gesundheitskarte gespeichert oder genutzt werden. Zum Auslesen von medizinischen Daten braucht der Arzt, Zahnarzt oder Apotheker stets die Zustimmung des Patienten. Diese erteilt er durch Eingabe seiner PIN (persönliche Identifikationsnummer) in das Kartenterminal.

Da alle persönlichen Gesundheitsdaten mit dem so genannten Zwei-Schlüssel-Prinzip gesichert sind, muss sich der Arzt zusätzlich durch seine Chipkarte (sogenannter Heilberufsausweis) identifizieren. Nur für eine Notfallversorgung können Arzt oder Rettungsassistent die vom Patienten freiwillig hinterlegten Notfalldaten ohne PIN-Eingabe des Versicherten lesen. Jeder Versicherte kann seine persönliche PIN frei wählen und bei Bedarf ändern. Das erstmalige Setzen der PIN durch den Karteninhaber darf allerdings nur in einer kontrollierten Umgebung wie beispielsweise in einer Arztpraxis oder in einer Geschäftsstelle der Krankenkasse erfolgen. Nach dreimaliger Falscheingabe wird die PIN gesperrt. Das ist in etwa so wie bei der SIM-Karte eines Mobiltelefons.

Darüber hinaus werden die letzten 50 Zugriffe auf die Daten – ob auf den Notfalldatensatz oder andere Fachanwendungen – auf der Karte protokolliert. Dadurch lässt sich zuverlässig zurückverfolgen, wer von der Zugriffsautorisierung Gebrauch gemacht hat.

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