Betriebliches Eingliederungsmanagement

Die Folgen berufstypischer Belastungen, eine schwere Erkrankung oder ein Unfall sind die häufigsten Ursachen, wenn ein Mitarbeiter lange an seinem Arbeitsplatz ausfällt.

Der Gesundheitsbericht der IKK classic zeigt, dass fast die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage durch Erkrankungen, die länger als 42 Tage dauern, bedingt sind. Manche dieser Langzeiterkrankten können Ihren Beruf wegen der Erkrankung nicht mehr ausüben. Ist ein Mitarbeiter innerhalb eines Jahres mehr als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig, ist der Arbeitgeber verpflichtet, ein so genanntes betriebliches Eingliederungsmanagement anzubieten. Dazu gehören Gespräche über die Ursachen der Arbeitsunfähigkeit, die Belastbarkeit des Mitarbeiters und mögliche Verbesserungen oder Erleichterungen am Arbeitsplatz. Dies kann zum Beispiel in Form von Schutzkleidung, Bewegungstrainings oder der Umgestaltung von Arbeitsabläufen erfolgen.

Die IKK classic unterstützt Sie gern bei der Umsetzung eines betrieblichen Eingliederungsmanagement. Die wichtigsten Schritte und Muster für Vereinbarungen haben wir in einer Broschüre Betriebliches Eingliederungsmanagement (PDF) zusammengestellt.

Eingliederungsmanagement - was ist das?

Rechtliche Grundlage ist § 84 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) IX.Grundvoraussetzung für das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist die Zustimmung des betroffenen Mitarbeiters.

Fehlen Beschäftigte innerhalb von 12 Monaten länger als 6 Wochen wegen Krankheit am Arbeitsplatz - entweder am Stück oder wiederholt – muss der Arbeitgeber aktiv werden. Zu klären ist, ob und wie die Arbeitsunfähigkeit überwunden werden kann, mit welchen Leistungen und Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und so der Arbeitsplatz erhalten werden kann.

Die beste Lösung für alle Beteiligten ist ebenso einfach wie überzeugend: ein Arbeitnehmer, der wegen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht mehr oder nur noch teilweise an seinem gewohnten Arbeitsplatz tätig sein kann, übernimmt innerhalb des Betriebes neue Aufgaben. Sein fachliches Wissen aus vielen Berufsjahren bleibt dem Unternehmen erhalten. Für die  Anforderungen am neuen Arbeitsplatz qualifiziert der Arbeitgeber den Beschäftigten, falls nötig.

Das spricht für das BEM

  • Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit aller Beschäftigten
  • Fehlzeiten werden reduziert, Kosten sinken
  • Fachwissen bewährter Mitarbeiter bleibt dem Unternehmen erhalten
  • Finanzielle Unterstützung, zum Beispiel durch die Integrationsämter

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