Glossar zur Fehlzeitenanalyse

Ein Arbeitsunfähigkeitsfall ist eine krankheitsbedingte Abwesenheit vom Arbeitsplatz, für die der IKK classic eine ärztliche Bescheinigung (Krankmeldung) vorliegt.

Es wird die durchschnittliche Anzahl an Arbeitsunfähigkeitstagen pro gemeldetem Arbeitsunfähigkeitsfall berechnet. Bei langwierigen Erkrankungen können für einen AU-Fall weitere Krankmeldungen, in diesem Fall AU-Folgebescheinigungen notwendig sein. Die durchschnittliche Falldauer steigt mit dem Anteil an Folgebescheinigungen.

Für die Berechnung der Arbeitsunfähigkeitstage zählen alle Abwesenheitstage von der Arbeit, für die der IKK classic eine ärztliche Krankmeldung vorliegt. Wenn für Erkrankungen von ein bis drei Tagen Dauer eine ärztliche Bescheinigung vorliegt, werden auch diese in der Auswertung berücksichtigt. Alle Angaben zu den AU-Tagen beziehen sich auf Kalendertage. Es werden also auch Wochenenden und Feiertage mitgezählt. Die Begriffe „Fehltage“, „Krankheitstage“ und „AU-Tage“ sind gleichbedeutend.

Nicht jeder Beschäftigte ist im Bezugsjahr alle 365 Tage bei der IKK classic versichert bzw. im ausgewerteten Unternehmen beschäftigt. Aus diesem Grund wird die Bezugsgröße „ganzjährig Versicherter“ bzw. „Versichertenjahr (VJ)“ verwendet. Zum Beispiel wird ein IKK-Versicherter, der nur drei Monate versichert war, mit 0,25 VJ gezählt. Die Begriffe „Ganzjährig Versicherter“, „Versichertenjahr“ und „Beschäftigter“ werden gleichbedeutend verwendet.

Die Gesundheitsquote gibt an, wie viel Prozent der Versicherten im untersuchten Zeitraum kein einziges Mal krankgeschrieben war.

Der Krankenstand bezeichnet den Anteil, den die Arbeitsunfähigkeitstage der ganzjährig IKK-Versicherten an allen Tagen des ausgewerteten Jahres (inklusive Sonn- und Feiertage) haben.

Die AU-Fälle werden, je nach Dauer der Erkrankung, in vier Gruppen eingeteilt: Bis 3 Tage; 4-10 Tage; 11-42 Tage; über 42 Tage. AU-Fälle mit einer Dauer von über 42 Tagen sind Langzeiterkrankungen.

Diese Krankheitsgruppe umfasst eine Reihe sehr weit verbreiteter Krankheiten und Beschwerden: Den größten Anteil daran haben Wirbelsäulen- und Rückenerkrankungen, aber auch Muskel- und Gelenkerkrankungen, wie Muskelentzündungen und Arthrosen.

In diese Gruppe fallen Körperverletzungen wie Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen oder Knochenbrüche, oft am Kopf, an den Armen oder Beinen. Dazu kommen Verbrennungen, Verätzungen und Vergiftungen. Meist werden Verletzungen und Vergiftungen durch Unfälle verursacht.

Die häufigsten Krankheiten in dieser Gruppe sind erkältungsbedingte Infektionen der Atemwege sowie Grippe, Bronchitis und Lungenentzündung.

Zu dieser Krankheitsgruppe zählen unter anderem Krankheitsbilder wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Reaktionen auf schwere Belastungen und Depressionen.

Dazu zählen Krankheiten wie Durchfall oder Gastritis aber auch alle Zahn- und Kiefererkrankungen.

Zu den typischen Krankheitsbildern in dieser Gruppe gehören Bluthochdruck, Angina pectoris (Schmerzen in der Brust) und Herzinfarkt sowie Krankheiten des Lungenkreislaufs, der Arterien und des Lymphsystems.