Appenfelder GmbH

Stressfaktoren im Betrieb nachhaltig reduziert

Die Firma Appenfelder GmbH aus Wiehl-Marienhagen im Bergischen Land vertreibt seit mehr als 60 Jahren Flurförderzeuge wie Gabelstapler oder Hubwagen und bietet deren individuelle Anpassung an Erfordernisse der Kunden an. Außerdem werden Fahrzeuge, aber auch Geräte anderer Lieferanten, repariert und gewartet. Appenfelder beschäftigt rund 120 Mitarbeiter, darunter 45 Techniker.

Da die Kunden schnelles Handeln im technischen Service, vor allem bei Reparaturen, erwarten, sind eine gut funktionierende Kommunikationsund Entscheidungsstruktur sowie eine qualitativ anspruchsvolle technische Arbeit notwendig.

Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung stehen die Mitarbeiter psychisch und physisch unter Stress. Die Folge war lange ein hoher Krankenstand. Es wurden deshalb geeignete gesundheitsfördernde Maßnahmen benötigt, um die Techniker bei ihrer komplexen Tätigkeit gezielt zu unterstützen und altersgerechte Arbeitsplätze anbieten zu können.

Um Verbesserungen nachhaltig im Unternehmen zu verankern, wurde ein betriebliches Gesundheitsmanagement in Zusammenarbeit mit der IKK classic eingeführt.

Zuerst erfolgte eine Analyse der gesundheitlichen Situation, auch in Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit. Dazu wurden die Mitarbeiter und der Inhaber befragt. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung wurden im Rahmen von Mitarbeiterversammlungen vorgestellt und diskutiert. In einer Arbeitsgruppe Gesundheit wurde ein Maßnahmenplan erarbeitet.

Dabei entschied die Arbeitsgruppe, sich zunächst dem Handlungsfeld „psychosoziale Belastung“ zu widmen und danach die arbeitsbedingten körperlichen Belastungen zu reduzieren. Die stärksten Stressoren wurden in Kleingruppen mit allen Mitarbeitern mit Hilfe der Methode „Beurteilung von Belastungen aus Arbeitsprozessen“ (BBAP) ermittelt. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern wurden Lösungsvorschläge erarbeitet. Um einen abteilungsübergreifenden Blick
zu berücksichtigen, wurden die Vorschläge in der Arbeitsgruppe "Gesundheit" diskutiert und in Maßnahmenplänen zusammengefasst.

Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:

  • In bestimmten Arbeitsbereichen der Werkstatt und der Lackiererei wurde Jobrotation eingeführt.
  • Besprechungen konnten effektiver gestaltet werden, indem Gesprächsrunden auf den verschiedenen Leitungsebenen eingeführt wurden. Einen besonders ausführlichen Austausch gibt es seitdem auf der
    Arbeitsebene in Sachen Problemlösungen.
  • Es wurde ein Zeitfenster seitens der Werkstattleitung eingeführt, um Rückfragen möglichst schnell und effektiv zu bearbeiten.
  • Alle Mitarbeiter haben an einem Stressmanagementseminar teilgenommen.

Durch systematisch erarbeitete Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit und physischen Entlastung konnten die Arbeitsprozesse im Service und Büro entscheidend verbessert werden. Auch die Ausstattung mit Kommunikationsmitteln wurde modernisiert. Im arbeitsorganisatorischen Bereich fanden folgende Optimierungen statt:

  • Einrichtung einer Telefonzentrale zur besseren Steuerung der eingehenden TelefonateV
  • Verbesserung der Kommunikationswege (Sitzungsprotokolle mit Verantwortlichen und Terminstellungen)
  • Kauf von Kommunikations-Hardware (Laptops mit UMTS-Karte für Techniker, Tablet-PCs für den Vertrieb, Freisprechanlagen für alle Fahrzeuge)
  • Kauf und Einrichtung neuer Kommunikations-Software zur Verbesserung der telefonischen Erreichbarkeit
  • Wechsel des Telefonanbieters, um die Kommunikation zwischen Service und den Technikern zu optimieren (Netzabdeckung)

Positiv wirkte sich aus, dass die Mitarbeiter durch ihre starke Beteiligung bei der Erarbeitung der Maßnahmen eine hohe Wertschätzung erfahren haben. Dies zeigt sich auch darin, dass 45 Lösungsvorschläge der Mitarbeiter in die Maßnahmenpläne aufgenommen wurden, von denen die meisten bereits umgesetzt werden konnten.

Für die Umsetzung der Maßnahme waren eine gute Organisation und eine klare Position und offensive Unterstützung der Geschäftsführung zum Thema Gesundheit wichtig. Um auch in Zukunft nachhaltig am Thema Gesundheit dran zu bleiben, werden unter anderem Gefährdungsbeurteilungen regelmäßig aktualisiert und Sicherheitsunterweisungen zu verschiedenen Themen durchgeführt.

Referenz als PDF zum Download


Infos und Kontakte

Appenfelder GmbH
(Fahrzeug und Karosserie – Flurförderfahrzeuge (Handel & Dienstleistung), 118 Beschäftigte)

Ansprechpartnerin
Linda Hirschfeld
Zum Scherbusch 8, 51674 Wiehl-Marienhagen
Telefon: 02261 5010-440
E-Mail: l.hirschfeld@appenfelder.de
www.appenfelder.de

IKK classic
Björn Stark
Tel.: 02204-912-492
bjoern.stark@ikk-classic.de


 >> Zurück zu den Referenzen