IKK classic unterstützt Aktion „Hautkrebs – nein danke“

Seit Januar 2015 steht eine neue Erkrankung auf der Liste der Berufskrankheiten: der helle Hautkrebs. Heller Hautkrebs kann vor allem durch langjährige und dauerhafte Sonneneinstrahlung auftreten und ist in Deutschland die häufigste Krebsart. Studien zufolge haben Arbeitnehmer, die sich überwiegend draußen aufhalten, ein um mehr als 70 Prozent höheres Risiko an hellem Hautkrebs zu erkranken als Menschen, die in einem Büro arbeiten.

Es geht um deine Haut

Aus diesem Grund führt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) in den kommenden zwei Jahren die Aufklärungskampagne „Es geht um deine Haut“ durch. Partner ist unter anderem die IKK classic. Seit Jahren warnt die IG Bau die Beschäftigten auf dem Bau und in der Landwirtschaft vor der Hautkrebs-Gefahr durch zuviel Sonne. So werden auf Baustellen und Feldern etwa UV-Messkarten verteilt. Sie zeigen an, wie viel Strahlung der Einzelne aktuell ausgesetzt ist. Wird es Zeit, sich einzucremen, verfärbt sich der Messstreifen. Damit für diesen Fall auch Creme zu Hand ist, wird diese gleich mitverteilt. Auftakt der Kampagne war ein Seminar für Betriebsräte am 27. und 28. April (Workers Memorial Day) mit Medizinern sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz-Experten. Mit der Kampagne wollen die Partner das Bewusstsein für den Schutz vor hellem Hautkrebs sowohl bei den Arbeitnehmern als auch bei den Arbeitgebern stärken. 

Heller Hautkrebs und Berufskrankheit

Als Berufskrankheit wurden bestimmte Formen des weißen Hautkrebses anerkannt: Plattenepithelkarzinome sowie ihre Vorstufen, die aktinischen Keratosen und das Bowenkarzinom. Zu Beginn zeigt sich die Erkrankung durch eine leichte Rötung, Verhornung oder Schuppung der betroffenen Hautpartien. Im Frühstadium lässt sich weißer Hautkrebs oft leichter ertasten als sehen. Im späteren Stadium sind deutlich rötliche oder braune, raue, schuppende Hautveränderungen zu erkennen. Die Heilungschancen bei weißem Hautkrebs sind gut. Wird er rechtzeitig erkannt, ist eine vollständige Heilung möglich.

Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig

Personen, die viel im Freien und damit auch häufig ungeschützt in der Sonne arbeiten, sind besonders gefährdet, an weißem Hautkrebs zu erkranken, sie sollten deshalb regelmäßig zur Hautkrebsfrüherkennung gehen. Die IKK classic bezahlt Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre eine entsprechende Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt. Weißer Hautkrebs ist zwar nicht so gefährlich wie der schwarze, weil er seltener Metastasen bildet, aber unbehandelt kann auch er tödlich sein. Die Gefahr darf also keinesfalls unterschätzt werden. Ein erhöhtes Risiko haben Menschen mit heller Haut. Berufsgruppen mit einem überdurchschnittlichen Risiko, den weißen Hautkrebs zu entwickeln, finden sich unter anderem in folgenden Branchen: Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Seefahrt, Baugewerbe und -handwerk (z.B. Dachdecker, Zimmerleute, Bauarbeiter, Maurer, Stahlbauschlosser, Straßenbau).