Hygiene im Arbeitsalltag

Hygienetechnisch hat es der Arbeitsalltag weit mehr in sich als jeder Besuch einer öffentlichen Toilette. Den meisten Erregern schüttelt man nämlich nicht dort die Hände, wo man sie am stärksten vermutet, sondern tagtäglich im Büro oder in der Werkstatt.

In der Verantwortung: Arbeitgeber und Vorgesetzte

Nicht immer ist es die Bequemlichkeit, die das Händewaschen zum seltenen Anblick in Firmentoiletten werden lässt. Leere Seifenspender gehören leider nach wie vor zum traurigen Alltag in so mancher Büro-Toilette. Dabei gelten in Deutschland ganz genaue Vorschriften, die in der sogenannten Arbeitsstättenverordnung zusammengefasst sind.

Die Arbeitsstättenverordnung verpflichtet zu Hygienestandards wie fließendem Wasser, gefüllten Spendern für Seifen und Desinfektionsmittel, Toilettenpapier, Handtüchern und vielem mehr. Die Arbeitgeber sollten die Umsetzung dieser Vorgaben im eigenen Interesse nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn der Zustand der sanitären Anlagen wirkt sich nicht nur aufs Arbeitsklima aus, sondern leistet außerdem einen großen Beitrag zur Sicherheit und dem Wohlergehen der Belegschaft.

Forscher geben Nachhilfe in Sachen Händewaschen

Eigentlich sollte der Griff zur Seife nach jedem Toilettengang selbstverständlich sein – und das nicht nur in der Erkältungszeit. Die Realität in deutschen Büros sieht jedoch weniger rosig aus. Mehrere Studien brachten ans Tageslicht, dass für jede dritte Frauen und fast jeden zweiten Mann das Händewaschen mit Seife eher die Ausnahme bleibt.

Vielleicht sind es diese erschreckenden Zahlen, die die Forscher des Robert-Koch-Instituts alle Jahre wieder zu der Vermutung veranlassen, dass eine kleine Nachhilfelektion in Sachen Handhygiene Not tut. Ihre Empfehlung: Die Hände mehrmals am Tag unter fließendes Wasser halten, anschließend eine kleine Portion Seife 20 bis 30 Sekunden zwischen den Fingern verreiben und im Anschluss sorgfältig abspülen. Außerdem das Abtrocknen nicht vergessen. Dafür lieber einen Bogen um Textilhandtücher machen, die Feuchtigkeit sammeln und so zum idealen Nährboden für Keime werden, und stattdessen ein Papierhandtuch benutzen. 

Mehr dazu auch auf der Seite der Aktion Wir gegen Viren.

Weitere Informationen zu folgenden Themen

  • Die Teeküche: Das gefundene Fressen für Bakterien
  • Vorsicht Infektionsgefahr
  • Winzige Schreibtischtäter gefährden die Gesundheit

finden Sie im

Ratgeber Gesundheit