Sonnenschutz am Arbeitsplatz

Gegen sonniges Wetter hat sicher niemand etwas. Aber Vorsicht: wer in der prallen Sonne arbeiten muss, sollte seine Haut besonders gut in Schutz nehmen.

Arbeitgeber sind verpflichtet zu prüfen, ob eine Gefährdung der Beschäftigten bei Arbeitsplätzen im Freien vorliegt. Mehr Informationen finden Sie dazu in der Broschüre "Licht und Schatten - Schutz vor Sonneneinstrahlung für Beschäftigte im Freien" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Tipps für Arbeitsplätze im Freien

Ein paar einfache Regeln sollte jeder berücksichtigen, der sich oft im Freien aufhält:

Arbeitsbekleidung sollte leicht und langärmlig sein. T-Shirt, Hemden und Hosen bieten Schutz. Bequeme Schnitte und Textilien mit UV-Schutz sorgen dafür, dass die Kleidung auch tatsächlich getragen wird.

Auch in Branchen, in denen keine Helmpflicht besteht - niemals auf eine Kopfbedeckung verzichten. Helm, Sonnenhut oder Kappe schützen vor der intensiven Sonneneinstrahlung. Das ist ganz besonders wichtig für alle, bei denen die Haare dünner sind.

Eine Sonnenbrille ist bei der Arbeit im Freien ein absolutes Muss. Am besten, Sie lassen sich von einem Optiker beraten. Achten Sie auf Passgenauigkeit, Seitenschutz und Sonnenschutzfilter.

Produkttests für Sonnenschutzmittel zeigen immer wieder, dass nicht der Preis entscheidend ist, sondern die Anwendung. Wichtig ist: 

  • Produkt mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor (LSF) verwenden und alle unbedeckten Stellen des Körpers eincremen.
  • Sonnenschutzmittel rechtzeitig auftragen - die Wirkung setzt erst nach etwa 30 Minuten ein - und im Laufe des Tages nachcremen
  • ausreichend Sonnenschutzmittel auftragen - um den angegebenen Lichtschutzfaktor tatsächlich zu erreichen, sollten es schon 30 ml Creme für den ganzen Körper sein – das ist in etwa so viel, wie in ein Schnapsglas passt.

Mit technischen Schutzmaßnahmen lässt sich die Belastung am Arbeitsplatz deutlich reduzieren. Dazu gehören zum Beispiel Überdachungen, Sonnensegel und UV-absorbierende Fenster.

Oft lässt sich mit wenig Aufwand der Betriebsablauf den hochsommerlichen Bedingungen anpassen:

  • Arbeit so gestalten, dass möglichst viel im Schatten erledigt werden kann
  • Beschränkungen der Aufenthaltsdauer in der prallen Sonne, falls möglich Arbeitsplatzwechsel im Team organisieren
  • früherer Arbeitsbeginn und Verlagerung körperlich anstrengender Tätigkeiten in die kühleren Morgenstunden
  • kurze Zusatzpausen im Schatten