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Meldeverfahren

Die Sozialversicherungsträger (Kranken- und Pflegekassen, Rentenversicherungsträger, Bundesagentur für Arbeit, Unfallversicherungsträger) benötigen für die Feststellung der Leistungsansprüche ihrer Versicherten zahlreiche Daten und Informationen. Vor diesem Hintergrund wurde das einheitliche Meldeverfahren zur Sozialversicherung geschaffen*.

Die Arbeitgeber müssen dazu alle versicherungsrechtlich relevanten Daten ihrer Beschäftigten an die zuständigen Krankenkassen melden. Meldungen für geringfügig Beschäftigte sind grundsätzlich bei der Minijob-Zentrale einzureichen. Eine Ausnahme bilden die in Privathaushalten Beschäftigten, hier kommt das vereinfachte Haushaltsscheckverfahren zur Anwendung.

Damit auch die anderen Sozialversicherungsträger über die Beschäftigungsdaten verfügen können, leiten die Krankenkassen diese an die Datenstelle der Träger der Rentenversicherung (DSRV) weiter. Ausnahmen: Sofortmeldungen übermitteln die Arbeitgeber direkt an die DSRV,  UV­-Jahresmeldungen übermitteln die Arbeitgeber direkt an die Datenannahmestelle der Unfallversicherung.

Wichtig: Alle Meldungen sind ausschließlich durch gesicherte und verschlüsselte Datenübertragung mittels zugelassener systemgeprüfter Entgeltabrechnungsprogramme oder maschinell erstellter Ausfüllhilfen (siehe z. B. www.svnet.info) zu übermitteln.

* Der § 28a im Vierten Sozialgesetzbuch (SGB IV) sowie die Datenerfassungs- und Übermittlungsverordnung (DEÜV) bilden die rechtliche Grundlage für das einheitliche Meldeverfahren. Für alle Detailfragen lohnt ein Klick auf: www.datenaustausch.de

Tipp: Ausführliche Informationen und zahlreiche Praxis-Beispiele liefert Ihnen außerdem unsere aktuelle Fachbroschüre Meldungen zur Sozialversicherung (PDF)