Entgeltabrechnung und Pfändungsfreigrenzen

Damit Schuldner bei einer Pfändung ihres Arbeitseinkommens über ein gesichertes Existenzminimum verfügen, hat der Gesetzgeber einen Pfändungsschutz vorgesehen. Die Höhe der Pfändungsfreigrenzen wird jeweils zum 1. Juli eines jeden zweiten Jahres an die Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrags angepasst.

Seit dem 1. Juli 2015 beträgt die monatliche Pfändungsfreigrenze 1.079,99 Euro. Er gilt für alle Schuldner, die keine Unterhaltsverpflichtungen zu erfüllen haben.

Je nachdem, wie vielen Menschen der Schuldner Unterhalt zahlen muss, erhöht sich die Pfändungsfreigrenze. Sie liegt zum Beispiel für einen Schuldner mit Unterhaltspflicht gegenüber einer Person bei 1.479,99 Euro und mit Unterhaltspflicht gegenüber zwei Personen bei 1.709,99 Euro.

Der Arbeitgeber gilt bei einer Gehaltspfändung als sogenannter Drittschuldner. Er ist gesetzlich zur Mitwirkung verpflichtet und haftet für die Ermittlung des korrekten Pfändungsbetrags.

Daher sollte er mit der bestehenden Rechtslage bestens vertraut sein. Nicht verpfändbar sind beispielsweise betriebliche Leistungen für die Altersvorsorge sowie Zulagen für vermögenswirksame Leistungen. Überstundenvergütungen für Mehrarbeitsstunden werden zu 50 Prozent gepfändet, voll verpfändet werden hingegen Zuschläge für Nacht- und Schichtarbeit.

Zudem ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine Drittschuldnererklärung abzugeben. Wichtig: Die Frist für die Abgabe dieser Erklärung beträgt zwei Wochen ab Zustellung des Pfändungsbeschlusses. Alle Unterlagen über eine Gehaltspfändung sollten sorgfältig verwahrt und dokumentiert werden, falls es zu einem späteren Zeitpunkt zu rechtlichen Streitigkeiten kommen sollte.

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