Soziale Absicherung Selbstständiger

Als Selbstständiger gilt es, zahlreiche Dinge gut zu planen. Neben Unternehmens- und Werbestrategie sowie Finanzierung darf auch die soziale Absicherung, von der Krankenversicherung über Altersvorsorge bis hin zur Berufsunfähigkeit, nicht zu kurz kommen.

Die Absicherung fürs Alter sollte bei Selbstständigen idealerweise auf mehreren Säulen ruhen. Neben Rentenversicherungen – auf die im Folgenden detaillierter eingegangen wird – empfiehlt sich die Vermögensbildung durch Aktien, Anleihen und ggf. auch Immobilien.

Rentenversicherungspflicht und Ausnahmen

Selbstständige sind grundsätzlich nicht verpflichtet, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Eine Ausnahme bilden in bestimmten Fällen Handwerker, Selbständige mit nur einem Auftraggeber (arbeitnehmerähnliche Selbstständige – so genannte „Scheinselbstständige“), Lehrer und Erzieher, Selbstständige in Heil- und Pflegeberufen und einige mehr. Eine Nachfrage bei den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung ist sinnvoll.

  • Exkurs: Handwerker – pflichtversichert oder nicht?

Für alle Gewerbetreibenden, die in die Handwerksrolle eingetragen sind (so genanntes „zulassungspflichtiges Handwerk“, derzeit 41 Gewerbe) und tatsächlich selbständig arbeiten, besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Ausübung eines zulassungsfreien Handwerks oder eines handwerksähnlichen Gewerbes zieht hingegen keine Versicherungspflicht nach sich. Diese kann jedoch aufgrund einer anderen Voraussetzung, wie beispielsweise der Tätigkeit für nur einen Auftraggeber trotzdem vorliegen.

Die Versicherung endet mit der Löschung aus der Handwerksrolle oder auf Antrag, wenn mindestens 18 Jahre lang Pflichtbeiträge als Handwerker oder sonstiger Pflichtbeitragszahler entrichtet wurden.

Der Regelbeitrag für die Versicherung (derzeit 543,24 Euro monatlich) richtet sich nach der so genannten Bezugsgröße. Als Bezugsgröße gilt das gerundete Durchschnittseinkommen aller Versicherten in der Rentenversicherung (derzeit 34.860 Euro). Für die ersten drei Kalenderjahre nach Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit muss lediglich der halbe Regelbeitrag gezahlt werden. Bei einem abweichenden Arbeitseinkommen können auf Antrag auch einkommensgerechte Beiträge (derzeit mindestens 84,15 Euro monatlich) gewählt werden.

  • Versorgungswerk und Künstlersozialkasse

Selbstständige bestimmter Berufsgruppen, wie Ärzte, Apotheker und Anwälte, sind verpflichtet, in das jeweilige berufsständische Versorgungswerk einzuzahlen. Künstler und Publizisten müssen sich bei der Künstlersozialkasse versichern lassen. Für alle anderen Selbstständigen gibt es grundsätzlich die folgenden Möglichkeiten der Rentenversicherung als Teil einer individuellen Altersvorsorgestrategie:

  • Die Antragspflichtversicherung

Innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme der Tätigkeit können Selbstständige die Versicherungspflicht beantragen. Neben Rentenansprüchen erwerben sie damit auch einen Anspruch auf mögliche Rehabilitationsleistungen, der beispielsweise bei einer freiwilligen Versicherung nicht besteht. Die Versicherungspflicht beginnt mit Antrag bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit und endet erst wenn die Voraussetzungen wegfallen, also in der Regel mit der Aufgabe der Selbstständigkeit.

Freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung

Alle Selbstständigen, die nicht dazu verpflichtet sind, können auch freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Dadurch werden nicht nur Rentenansprüche erworben, sondern auch sichergestellt, dass eventuelle bisher erworbene Anwartschaften und Ansprüche aus versicherungspflichtigen Beschäftigungen nicht verloren gehen.

Anzahl und Höhe der Beiträge können bei der freiwilligen Versicherung selbst bestimmt werden. Der monatliche Mindestbeitrag liegt derzeit bei 84, 15 Euro, der Höchstbeitrag bei 1.159,40 Euro. Je mehr eingezahlt wird, umso höher wird die Rente. Zu den Vorteilen der gesetzlichen Rente gehören die Steuervorteile in der Einzahlungsphase, der lebenslange Hinterbliebenenschutz (55 bis 60 Prozent der Rente) und die Anrechnung von Zeiten ohne Einzahlung – Erziehungs- und Pflegezeiten genauso wie Zeiten von Arbeitslosengeldbezug und Arbeitsunfähigkeit. Wer beispielsweise wegen der Geburt seines Kindes nur kurze Zeit berufstätig war, kann sich mit freiwilligen Zahlungen und den angerechneten Kindererziehungszeiten einen Anspruch auf die Regelaltersrente erwerben. Ebenfalls nach fünf Jahren ist die Wartezeit für eine Hinterbliebenenrente erfüllt. In der Auszahlphase müssen jedoch Steuern und Sozialabgaben geleistet werden.

Insbesondere in Zeiten niedriger Zinsen am Kapitalmarkt, die es privaten Versicherern erschwert, Überschüsse zu erwirtschaften, ist das umlagefinanzierte gesetzliche Rentensystem für viele Selbstständige ein sinnvoller Bestandteil des Vorsorgemix. Im Gegensatz zur Antragspflichtversicherung kann die freiwillige gesetzliche Rentenversicherung jederzeit beendet werden.

Private Vorsorge mit staatlicher Förderung

  • Die Rürup-Rente

Mit der so genannten Basis- oder Rürup-Rente kann ein Teil der Altersvorsorge staatlich gefördert werden. Die Förderung erfolgt jedoch nicht durch Zulagen, sondern in Form steuerlicher Vorteile in der Einzahlphase. Der steuerfreie Anteil steigt seit 2012 Schritt für Schritt um jeweils zwei Prozent, 2025 sollen 100 Prozent steuerfrei sein.

Gefördert werden zurzeit Beiträge bis zu 20.000 Euro jährlich für Alleinstehende und 40.000 für Verheiratete. Die Beitragshöhe kann individuell festgelegt werden. Wichtig: Die gezahlten Beträge müssen in der Auszahlungsphase voll versteuert werden.

Wer sich für eine Rürup-Rente entscheidet, sollte also am besten im Vorfeld von einem Steuerberater prüfen lassen, ob die Steuerersparnis in der Ansparphase die steuerlichen Ausgaben in der Entsparphase übersteigt.

Die Rürup-Rente wird ab dem 62. Lebensjahr lebenslang monatlich ausgezahlt. Ein vorheriger Zugriff auf die Einzahlungen und Einmalzahlungen nach Rentenbeginn sind nicht möglich. Ein Hinterbliebenenschutz kann durch Zusatzvereinbarungen gegen Aufpreis abgeschlossen werden. Da ein Kapitalerhalt nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, bergen die fondsgebundenen Anlagen ein Verlustrisiko.

Pluspunkte der Rürup-Rente: Bei längerer Arbeitslosigkeit wird das angesparte Kapital nicht als Vermögen berücksichtigt, wenn der Vertrag vor Beginn des Bezuges von Sozialleistungen abgeschlossen wurde. Auch eine flexible Besparung ist möglich.         

  • Die Riester-Rente

Obwohl die Riester-Rente in erster Linie für Angestellte konzipiert wurde, können auch Selbstständige von der staatlichen Förderung profitieren. Rentenversicherungspflichtige Selbstständige und über die Künstlersozialkasse versicherte Freiberufler gehören zu den so genannten unmittelbar zulageberechtigten Personen und können eigene Verträge bei zertifizierten Anbietern abschließen.

Die staatliche Förderung besteht in der Ansparphase aus Zulagen und Steuervorteilen. Zur Grundzulage in Höhe von 154 Euro pro Jahr kommen ggf. Kinderzulagen (300 Euro für alle nach 2008 geborenen Kinder, davor 185 Euro pro Kind) und ggf. ein Berufsstarterbonus. Um die Zulagen in voller Höhe zu erhalten, muss der Mindesteigenbeitrag eingezahlt werden. Er beträgt vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Einkommens.

Wahrend der Ansparphase können die eingezahlten Riester-Beiträge bis zu einer Höhe von 2.100 Euro jährlich von der Steuer abgesetzt werden. In der Auszahlungsphase unterliegt die Riester-Rente der so gennannten nachgelagerten Besteuerung. Sie unterliegt zu 100 Prozent dem persönlichen Steuersatz.

Die Riester-Rente wird für alle Verträge ab 2012 frühestens ab dem 62. Lebensjahr monatlich bis zum Lebensende ausgezahlt. Ein Teilbetrag in Höhe von 30 Prozent kann auch als Einmalbetrag ausgezahlt werden. Ein Hinterbliebenenschutz muss zusätzlich vereinbart werden, kann jedoch zu Einschränkungen bei der Förderung und den Steuervorteilen führen.

Alle nicht rentenversicherungspflichtigen Selbstständigen sowie die Pflichtversicherten der berufsständischen Versorgungen können keinen eigenen Riester-Vertrag abschließen, gelten jedoch als „mittelbar förderberechtigt“, wenn sie mit einer unmittelbar berechtigten Person verheiratet sind und mindestens 60 Euro pro Kalenderjahr einzahlen. 

Versicherungen ohne staatliche Förderung

Unter diesen Punkt fallen Lebensversicherungen, Kapitallebensversicherungen und Rentenversicherungen. Die ersten beiden erwirtschaften in Niedrigzinszeiten kaum Rendite. Eine private Rentenversicherung verspricht bei guter Überschussbeteiligung in der Regel eine höhere zukünftige Nettorente als Rürup-Verträge und die gesetzliche Rentenversicherung. Bei Rentenbezug müssen nur auf einen Teil der Rente – den so genannten Ertragsanteil – Steuern gezahlt werden.

Die private Rente ist meistens flexibler, was die Beitragsgestaltung und die Auszahlungsmodalitäten angeht. So kann bei vielen Versicherern zwischen einer monatlichen Auszahlung oder einer Einmalzahlung gewählt werden. Doch aufgepasst: Die private Rente bietet keine Steuervorteile in der Einzahlungsphase wie es sowohl die Rürup-Rente als auch die gesetzliche Rente tun. Bezieht man diese in die Gesamtrechnung ein, ist die private Rente in vielen Fällen im Nachteil. Auch ein Hinterbliebenenschutz kann in der Regel nur für einen begrenzten Zeitraum und gegen Aufpreis abgeschlossen werden.

Auch eine Pflegeversicherung ist in Deutschland Pflicht. Unterschieden wird zwischen der gesetzlichen und der privaten Pflegepflichtversicherung, die häufig auch Pflegepflichtversicherung genannt wird. Da die tatsächlichen Pflegekosten im Alter weitaus höher liegen können als die Absicherung durch die Pflegepflichtversicherung, empfehlen Fachleute darüber hinaus eine freiwillige Pflegezusatzversicherung.

Pflegeversicherung: Pflicht auch für Selbstständige

Mit der Pflegeversicherung verhält es sich ähnlich wie mit der Krankenversicherung. Grundsätzlich zahlen gesetzlich Krankenversicherte in die gesetzliche Pflegeversicherung ein, privat Versicherte entsprechend in eine private Pflegeversicherung. Wer also gesetzlich krankenversichert ist, ist auch in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert. Die Beiträge für Selbstständige betragen momentan 2,35 Prozent des Einkommens und sind vom Selbstständigen komplett alleine zu tragen. Für Kinderlose über 23 Jahre fällt ein zusätzlicher Beitrag von 0,25 Prozent an.

Wer bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert ist, muss die Pflegeversicherung ebenfalls bei einem privaten Versicherungsunternehmen abschließen. Die Prämienkalkulation richtet sich nach dem individuellen Versicherungsrisiko beim Eintritt in die Pflegeversicherung.

Im Unterschied zur privaten Krankenversicherung hat jedoch der Gesetzgeber den gesetzlichen Versicherungsunternehmen enge Rahmenbedingungen für eine sozialverträgliche Beitragsgestaltung gegeben. So dürfen die Beiträge nicht nach dem Geschlecht gestaffelt, Vorerkrankungen nicht ausgeschlossen und bereits pflegebedürftige Personen nicht zurückgewiesen werden. Auch Kinder werden beitragsfrei mitversichert.

Bei der Beitragshöhe wird grundsätzlich zwischen Versicherten unterschieden, die bereits seit Einführung der privaten Pflege-Pflichtversicherung 1995 ohne Unterbrechung privat pflegeversichert waren, und Versicherten, die erst später in die private Pflegeversicherung eingetreten sind. Bei Ersteren darf der Beitrag zur privaten Pflege-Pflichtversicherung den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung nicht überschreiten. Darüber hinaus gibt es eine Ermäßigung für Ehegatten. Bei Letzteren gilt für die Dauer von fünf Jahren keine Beitragsbegrenzung. Je nach Alter und Gesundheitszustand werden so ggf. höhere Beiträge fällig. Es gibt auch keine Ehegattenermäßigung. Nach fünf Jahren darf der Beitrag aber auch hier den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung nicht mehr überschreiten.

Alle Selbstständigen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, erhalten auch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, wenn sie ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr oder nur noch teilweise ausüben können. Das gilt auch für freiwillig Versicherte, wenn entsprechende Vorversicherungszeiten vorliegen. Ein Anspruch auf eine volle Erwerbsminderungsrente liegt jedoch erst vor, wenn nur noch bis zu drei Stunden am Tag gearbeitet werden kann.

Schutz vor Berufs- und Erwerbsunfähigkeit

Da Erwerbsminderungsrenten deutlich geringer ausfallen als Altersrenten, ist es auch für gesetzlich Rentenversicherte sinnvoll, sich gegen das finanzielle Risiko Berufsunfähigkeit mit einer entsprechenden Zusatzversicherung zu schützen.

Für alle anderen Selbstständigen gehört eine Berufsunfähigkeitsversicherung, auch wenn sie vergleichsweise teuer ist, ohnehin zu den essenziellen Absicherungen. Denn ohne die eigene Arbeitskraft lässt sich die unternehmerische Tätigkeit häufig gar nicht aufrechterhalten. Fällt das Einkommen weg müssen im schlimmsten Fall Sozialleistungen beantragt werden.

Die monatlichen Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind nicht nur von der vereinbarten Rentenhöhe, dem Alter und etwaigen Vorerkrankungen des Versicherten, sondern auch stark vom betriebenen Gewerbe abhängig. Eine unabhängige individuelle Beratung ist daher empfehlenswert. Wie auch bei Berufsunfähigkeitsversicherungen für Arbeitnehmer sollte auf Details wie Nachversicherungsgarantie und Verzicht auf abstrakte Verweisung geachtet werden.

Arbeitslosenversicherung für Selbstständige

Für Arbeitnehmer gehört sie zu den Pflichtversicherungen, aber auch Selbstständige können sich seit einigen Jahren freiwillig in der Arbeitslosenversicherung versichern, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So müssen Antragsteller entweder in den zwei davorliegenden Jahren mindestens zwölf Monate pflichtversichert gewesen sein, z. B. als Arbeiter oder Angestellter, als Bezieher von Krankengeld oder während der Elternzeit.

Auch wer bis unmittelbar vor der Unternehmensgründung Arbeitslosengeld I bekommen hat, kann sich freiwillig versichern. Wichtig: Der Antrag kann nur in den ersten drei Monaten nach der Unternehmensgründung gestellt werden und die selbstständige Tätigkeit muss eine Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden in der Woche umfassen. Nach Aufnahme kann die Arbeitslosenversicherung frühestens nach fünf Jahren gekündigt werden. Wer drei Monate keine Beiträge zahlt, dem wird jedoch versicherungsseitig vorher gekündigt.

Der monatliche Beitrag errechnet sich aus dem Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung (derzeit drei Prozent) und der so genannten Bezugsgröße (derzeit 2.905 Euro im Westen, 2.520 Euro im Osten). Er beträgt 2016 pro Monat 87,15 Euro (West) und 75,60 Euro (Ost). Versicherte müssen den Beitrag allein tragen und direkt an die Bundesagentur für Arbeit zahlen. Die Beiträge sind unabhängig vom individuellen Einkommen. Gut zu wissen: Gründer zahlen in den ersten beiden Jahren nur die Hälfte, was eine Arbeitslosenversicherung insbesondere für sie interessant macht.

Das Arbeitslosengeld berechnet sich jedoch nicht nach der Höhe der Beiträge. Bei Selbstständigen, die in den zwei Jahren vor der Arbeitslosigkeit freiwillig versichert waren, orientiert sich die Höhe des Arbeitslosengeldes an einem fiktiven Arbeitsentgelt, dessen Höhe wiederum von der beruflichen Qualifikation abhängt, die für eine erfolgsversprechende Vermittlung der Agentur für Arbeit maßgeblich ist. Es wird nach vier Qualifikationsgruppen unterschieden, die Tagessätzen zwischen 55,30 Euro und 110,60 Euro entsprechen:

  1. Hochschul- oder Fachhochschulausbildung
  2. Fachschulabschluss mit Nachweis über eine abgeschlossene Qualifikation als Meister oder Abschluss in einer vergleichbaren Einrichtung
  3. abgeschlossene Ausbildung in einem Ausbildungsberuf
  4. keine Ausbildung

Die individuelle Berechnung erfolgt immer durch die Agentur für Arbeit. Für Selbständige, die vor ihrer Selbständigkeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und bereits Arbeitslosengeld erhalten haben, besteht ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld – vorausgesetzt, dass seit der erstmaligen Inanspruchnahme noch keine vier Jahre vergangen sind. Der Restanspruch und der neu erworbene Anspruch durch die freiwillige Weiterversicherung werden zu einem dem Alter entsprechenden Gesamthöchstanspruch zusammengerechnet.

Die Dauer des Arbeitslosengeldbezugs ist abhängig davon, wie lange Beiträge entrichtet wurden. So haben Versicherte nach zwölf Monaten Beitragszahlung Anspruch auf sechs Monate Arbeitslosengeld, nach 20 Beitragsmonaten leistet die Versicherung für zehn Monate. Wichtig: Mit dem Bezug von Arbeitslosengeld endet die freiwillige Arbeitslosenversicherung. Bei einer erneuten Tätigkeit muss auch der Antrag erneut gestellt werden.

Auf einen umfassenden Versicherungsschutz kann heute niemand mehr verzichten, das finanzielle Risiko von Krankheit, Arbeitslosigkeit aufgrund fehlender Aufträge oder Erwerbsunfähigkeit kann kaum jemand alleine tragen. Die Checkliste unterstützt Sie dabei nichts zu vergessen.

Checkliste Soziale Sicherung (PDF)