Behandlungsangebote: Krebs

Radiochirurgische Behandlung von Tumoren mittels Cyberknife

Die onkologischen Therapiekonzepte werden zunehmend für den einzelnen Patienten maßgeschneidert. Neben der Tumorchirurgie und der medikamentösen Tumortherapie ist die Strahlentherapie die dritte wichtige Säule der Krebstherapie. Die präziseste Form der Strahlentherapie wird in der Literatur als Radiochirurgie bezeichnet. Hierbei handelt es sich um einen robotergestützten Linearbeschleuniger, der die Körperbewegung erkennt und kontinuierlich ausgleichen kann. In den Cybernife Zentren ermöglicht dieses Verfahren eine neue Behandlungsoption in der ambulanten onkologischen Therapie.

Behandlungsbestandteile

  • einmalige Bestrahlung mit sehr hoher Dosis und höchster Präzision, sodass das Tumorgewebe unmittelbar zerstört wird
  • Behandlung von Patienten mit gut- und bösartigen Tumoren bestimmter Körperregionen (unter anderem Gehirn, Hals, Kopf, Rückenmark, Wirbelsäule, Lunge, Leber und Prostata), sowie Patienten mit potentiell kurativer Perspektive und solche, die sich für ein chirurgisches Verfahren nicht eignen

Vorteile

  • keine Krankenhausaufenthalte
  • schmerzfreie Behandlung
  • keine Operation
  • Alternative zur konventionell fraktionierten Strahlentherapie
  • keine Narkose oder Sedierung
  • kein erhöhtes Risiko aufgrund von Alter oder Begleiterkrankungen
  • keine Anschluss-Rehabilitation erforderlich
  • Indikationsprüfung im interdisziplinären Tumorboard
  • keine schmerzhafte Fixierung durch festen Rahmen am Kopf

Teilnahme

  • Versicherte unterschreiben Teilnahmeerklärung bei dem behandelnden Zentrum
  • eine Therapiebestätigung durch ein unabhängiges Tumorboard liegt vor
  • Teilnahme ist freiwillig und kostenlos
  • Versicherte können die Teilnahme innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen widerrufen

Leistungserbringer in ...

  • Cyberknife-Zentrum Berlin
  • Cyberknife-Zentrum Hamburg
  • Cyberknife-Zentrum Erfurt
  • Cyberknife-Zentrum Göppingen

Die Zuweisung ist bundesweit möglich.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre IKK-Geschäftsstelle oder kontaktieren Sie uns über unsere kostenlose Servicehotline 0800 455 1111.

Risikofeststellung von Brust- und Eierstockkrebs im Universitätsklinikum Köln: Früherkennungsprogramm für Versicherte mit familiär bedingtem Erkrankungsrisiko

Neben Brustkrebs zählt auch Eierstockkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Aufgrund genetischer Veränderungen kann sowohl Brust- als auch Eierstockkrebs vererbt werden. Wurde innerhalb einer Familie bei mehreren Frauen im jungen Alter Brust- oder Eierstockkrebs diagnostiziert, kann dies ein Hinweis auf eine genetische Veranlagung sein. Personen mit einer Veränderung in den Genen haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung, d. h. Personen ohne eine familiäre Belastung, ein erhöhtes Risiko, im Laufe des Lebens an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken.

Behandlungsbestandteile

  • umfangreiche Familienanamnese mittels Erstellung eines Familienstammbaums und Bestimmung der aufgetretenen familiären Brust- und Eierstockkrebsfälle
  • Genanalyse inklusive der Feststellung des Risikos, an Brust- bzw. Eierstockkrebs zu erkranken
  • bei festgestelltem hohen Erkrankungsrisiko Durchführung von Früherkennungsmaßnahmen

Vorteile

  • individuelle Bestimmung des Erkrankungsrisikos
  • intensives Früherkennungs- und Nachsorgeprogramm
  • aufeinander abgestimmte medizinische Beratung und Betreuung in enger Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Ärzten

Teilnahme

  • Versicherte unterschreiben eine Teilnahmeerklärung bei einem vertraglich gebundenen Leistungserbringer
  • Teilnahme ist freiwillig und kostenlos
  • Versicherte können die Teilnahme innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen widerrufen

Leistungserbringer in ...

  • Köln:
    Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs
    Universitätsklinikum Köln
    Kerpener Straße 34
    50931 Köln
    Telefon: 0221 478-86509
    Fax: 0221 478-86510
    Mail: servicecenter@uk-koeln.de

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre IKK-Geschäftsstelle oder kontaktieren Sie uns über unsere kostenlose Servicehotline 0800 455 1111.

„QuaMaDi“ - Zweit- bzw. Drittbefundung des Mammografie-Screenings

Brustkrebs ist die häufigste bösartige Krebserkrankung bei Frauen. Aber: Mehr als die Hälfte der Brustkrebserkrankungen kann inzwischen geheilt werden. Die Heilungschancen sind dabei umso größer, je eher der Brustkrebs erkannt wird. Daher ist eine frühe und sichere Diagnostik besonders wichtig.

Behandlungsbestandteile

  • Zweitbefundung des Mammografie Screenings als Qualitätssicherung
  • bei unterschiedlicher Bewertung von Erst- und Zweitbefund erfolgt im Referenzzentrum eine Drittbefundung

Vorteile

  • aufeinander abgestimmte medizinische Beratung und Betreuung durch alle beteiligten Leistungserbringer innerhalb des Netzwerkes
  • bei dringendem Karzinomverdacht erfolgt eine Eilbefundung
  • bei unterschiedlicher Bewertung der Untersuchungsergebnisse zwischen der Erst- und Zweitbefundung erfolgt eine Drittbefundung, ggf. mit Biopsie

Teilnahme

  • IKK classic-versicherte Frauen, bei denen ein Verdacht auf Brustkrebs besteht
  • Voraussetzung ist eine schriftliche Einverständniserklärung der Patientin
  • Teilnahme ist freiwillig und kostenlos
  • Versicherte können die Teilnahme innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen widerrufen

Leistungserbringer in ...

  • Schleswig Holstein

Die teilnehmenden Gynäkologen und Radiologen finden Sie hier (Link zu http://www.quamadi.de/, Rubrik Ärzte)

Aktuell nehmen folgende Referenzzentren in Schleswig-Holstein am Projekt „QuaMaDi“ teil:

  • Mamma-Zentrum am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Kiel
  • Mamma-Zentrum am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Campus Lübeck
  • Kreiskrankenhaus Elmshorn
  • Ev.-luth. Diakonissen-Krankenhaus Flensburg

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre IKK-Geschäftsstelle oder kontaktieren Sie uns über unsere kostenlose Servicehotline 0800 455 1111.

Versorgung von Patienten mit onkologischer Erkrankung in der terminalen Phase durch die Brückenschwestern am Onkologischen Schwerpunkt Stuttgart e. V.

„Brückenschwester“ ist eine Marke des Vereins Onkologischer Schwerpunkt Stuttgart e. V. (OSP).Sie umfasst Dienstleistungen im Gesundheitswesen für schwerkranke und sterbende Patienten mit chronischen Erkrankungen, besonders mit Tumorerkrankungen.

Versicherten der IKK classic mit einer onkologischen Erkrankung, die sich in der terminalen Phase befinden, verhelfen die Brückenschwestern zu einer besseren Versorgung zwischen stationärer und ambulanter Behandlung zuhause.

Behandlungsbestandteile

  • Beratung von Patienten und Angehörigen
  • Anleitung von Patienten und Angehörigen in pflegerischen Belangen
  • Beratung bei der Auswahl von Pflegehilfsmitteln und deren Beantragung
  • Durchführung von speziellen Behandlungspflegen
  • Abstimmung zur Versorgung des Versicherten mit Sozial-/Diakoniestationen
  • Koordination des sich verändernden Betreuungsbedarfs

Vorteile

  • nachhaltige Verbesserung der Versorgungssituation onkologischer Patienten
  • Vermeidung bzw. Verkürzung von Krankenhausaufenthalten
  • enge Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Brückenschwestern
  • Betreuung im häuslichen Umfeld

Teilnahme

  • IKK classic-Versicherte mit folgendem Anforderungsprofil:
     - Vorliegen einer unheilbaren Krebserkrankung
    - fortgeschrittenes Stadium der Erkrankung
    - begrenzte Lebenserwartung
    - Notwendigkeit einer aufwändigen Versorgung
  • Meldung von Versicherten zur Inanspruchnahme der Leistung erfolgt über den Hausarzt an das OSP
  • Teilnahme ist freiwillig und kostenlos

Leistungserbringer in ...

  • Baden-Württemberg

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