Häufig gestellte Fragen zum Thema Kuren

Vorrangigkeit anderer Träger

Rehabilitationsleistungen werden sowohl von der IKK classic als auch von anderen Rehabilitationsträgern zur Verfügung gestellt. Unsere Zuständigkeit ist nachrangig gegenüber den Leistungen anderer Rehabilitationsträger, insbesondere der Rentenversicherung. Daher haben wir in jedem Fall zu prüfen, ob zum Beispiel ein Rentenversicherungsträger vorrangig zuständig ist. Dies ist in der Regel der Fall, wenn Sie beruftätig sind, Erwerbsunfähigkeitsrente erhalten oder bestimmte Vorversicherungszeiten in der Rentenversicherung nachweisen können. Die Rentenversicherungsträger erbringen auch Krebsnachbehandlungen für Versicherte und Rentner.

Weitere Träger

Bei Leistungen der medizinischen Rehabilitation wegen eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit ist vorrangig der Unfallversicherungsträger (zum Beispiel die Berufsgenossenschaft) zuständig. Die Versorgungsämter gewähren Leistungen für anerkannte Wehrdienstleiden des Kriegsbeschädigten und in bestimmten Fällen auch für seinen Ehegatten bzw. seine Eltern, wenn sie seine unentgeltliche Pflege übernommen haben. Bei Ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung (Sozialamt/ Gesundheitsamt) können Sie ebenfalls eine Leistung beantragen.

Finanzielle Leistungen

Sollten Sie durch eine stationäre Vorsorgeleistung oder aufgrund einer medizinischen Rehabilitationsleistung einen Einkommensausfall haben, so erhalten Sie in der Regel sogenannte Entgeltersatzleistungen. Als Arbeitnehmer haben Sie meist zunächst Anspruch auf eine sechswöchige Entgeltfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber. Sofern dieser Anspruch nicht oder nicht mehr besteht, erhalten Sie folgende Entgeltersatzleistungen:

  • Ist der Rentenversicherungsträger für Ihre Rehabilitationsleistung zuständig, erhalten Sie von diesem Übergangsgeld.
  • Bei Leistungen des Unfallversicherungsträgers oder des Versorgungsamtes haben Sie Anspruch auf Verletztengeld.

Ersatz des Entgeltausfalls

Erbringt die IKK classic die stationäre Vorsorgeleistung bzw. medizinische Rehabilitationsleistung und sind Sie mit Anspruch auf Krankengeld bei uns versichert, erhalten Sie Krankengeld von uns. Das Krankengeld beträgt 70 Prozent Ihres regelmäßigen Bruttoarbeitsentgelts (maximal monatlich 2.966,40 Euro im Jahr 2016), höchstens jedoch 90 Prozent Ihres bisherigen Nettoarbeitsentgelts.

Die Dauer des Krankengeldanspruchs

Grundsätzlich wird von uns so lange Krankengeld gewährt, wie Ihre Arbeitsunfähigkeit besteht. Für dieselbe Erkrankung (einschließlich hinzugetretener Krankheiten) dürfen wir jedoch längstens für 1 1/2 Jahre (78 Wochen) innerhalb von drei Jahren Krankengeld an Sie auszahlen. Damit Sie nach Ablauf der Höchstanspruchsdauer nicht ohne Einnahmen dastehen, ist es wichtig, dass Sie rechtzeitig die Rehabilitation oder Rente beantragen. Ist die Rente bei Ablauf Ihres Krankengeldes noch nicht bewilligt, kann Ihnen eventuell Arbeitslosengeld durch die Arbeitsagentur gezahlt werden.

Beitragsfrei in der Krankenversicherung

Ihre Mitgliedschaft bei uns wird während des Bezugs von Krankengeld selbstverständlich beitragsfrei fortgeführt. Dies ist Ihr besonderer Vorteil in der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber einer privaten. Aus dem Krankengeld zahlen Sie zur Rentenversicherung 9,45 Prozent, zur Arbeitsförderung 1,5 Prozent und zur Pflegeversicherung 1,025 Prozent* Beiträge, wenn Sie in diesen Zweigen versicherungspflichtig sind.
Gerne geben wir Ihnen Auskunft über die Beitragsberechnung in Ihrem persönlichen Fall.

* Der Beitragssatz gilt für Versicherte, die Kinder erziehen oder erzogen haben bzw. vor dem 01.01.1940 geboren wurden. Kinderlose ab dem 23. Lebensjahr zahlen 0,25 Prozentpunkte mehr.

Haushaltshilfe der IKK classic

Erhalten Sie von der IKK classic eine stationäre Vorsorgeleistung oder eine medizinische Rehabilitationsleistung übernehmen wir in bestimmten Fällen die angemessenen Kosten für eine Haushaltshilfe oder eine Ersatzkraft. Voraussetzung ist unter anderem, dass sonst die Weiterführung des Haushalts nicht möglich. Auch von anderen Rehabilitationsträgern können Sie während der Leistung oftmals eine Haushaltshilfe erhalten, so z. B. bei einer stationären Rehabilitation der Rentenversicherung oder der Unfallversicherung. Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Mehr zum Thema Haushaltshilfe

Wo kann eine Kur im Ausland in Anspruch genommen werden?

Ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten können auch in Staaten der Europäischen Gemeinschaft (EG), den Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sowie der Schweiz im Wege der Kostenerstattung nach vorheriger Genehmigung in Anspruch genommen werden. Ihre IKK classic berät Sie gern über die Möglichkeiten der Inanspruchnahme in den einzelnen Staaten.

Kostenerstattung für eine Kur im Ausland

Die IKK classic erstattet Ihnen bei der Durchführung einer ambulanten Vorsorgeleistung im europäischen Ausland die Kosten für die (kur-)ärztliche Behandlung, verordnete ortsgebundene und sonstige Heilmittel und zahlt Ihnen einen Zuschuss von bis zu 13 Euro täglich zu den Kosten der Unterkunft, Verpflegung, Kurtaxe und Fahrkosten.

Voraussetzungen für eine Kur im Ausland

Die Mindestdauer für eine ambulante Vorsorgeleistung beträgt 14 Kalendertage. Maximal werden 21 Kalendertage bezuschusst. Eine Wiederholung ist bei medizinischer Notwendigkeit frühestens nach Ablauf von drei Jahren möglich.

Für eine Kostenerstattung ist eine ärztliche Verordnung für die Heilmittel erforderlich. Diese kann sowohl vom Hausarzt als auch vom Kurarzt vor Ort ausgestellt werden. Erstattungsfähig sind alle Heilmittel, die in Deutschland verordnungsfähig sind. Lediglich die gesetzlichen Zuzahlungen sowie ein Abschlag von zehn Prozent für Verwaltungskosten und fehlende Wirtschaftlichkeitsprüfungen werden Ihnen vom Erstattungsbetrag abgezogen.