Rehabilitationsleistung

Rehabilitationsleistungen dienen dazu, eine bereits eingetretene Krankheit zu erkennen, zu heilen oder eine Verschlimmerung zu verhüten. Ihre Beschwerden sollen gelindert und der Behandlungserfolg soll – beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt – langfristig erreicht und gesichert werden. Außerdem kann Ihnen eine Rehabilitationsleistung helfen, eine bestehende Behinderung zu beseitigen bzw. zu bessern oder Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Der Weg zur medizinischen Rehabilitationsleistung

Sind zur Linderung Ihrer Beschwerden die ärztlichen Leistungen sowie die ambulanten Maßnahmen nicht ausreichend, erhalten Sie von uns unter bestimmten Voraussetzungen eine medizinische Rehabilitationsleistung. Sollte eine solche Leistung bei Ihnen medizinisch erforderlich sein, stellt Ihr behandelnder Arzt Ihnen ein Muster 61 Teil B-D zur Vorlage bei der IKK classic aus. Sie erhalten dann umgehend die weiteren notwendigen Antragsunterlagen von uns. Sobald Ihr Antrag komplett ausgefüllt vorliegt, klären wir gegebenenfalls mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, ob und in welcher Einrichtung Sie die Leistung durchführen können. 

Es wird unterschieden zwischen ambulanten und stationären Rehabilitationsleistungen.

Sind Sie zu Hause gut versorgt und befindet sich ein ambulantes Rehabilitationszentrum in Wohnortnähe kann bei Vorliegen bestimmter definierter Erkrankungen eine ambulante Rehabilitationsleistung in Betracht kommen. Diese Leistung gibt es unter anderem für Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Sind sämtliche ambulante medizinische Behandlungen und eine ambulante Rehabilitationsleistung nicht ausreichend um Ihre Gesundheit wieder herzustellen, kann eine stationäre Rehabilitationsleistung notwendig sein. Dies bedeutet, Sie werden in einer auf Ihre Erkrankung spezialisierten Rehabilitationseinrichtung behandelt und untergebracht.  

Die Dauer der Rehabilitationsleistung

In der Regel übernehmen wir die Kosten bei ambulanten Rehabilitationsleistungen für 15-20 Behandlungstage und bei stationären Rehabilitationsleistungen für maximal drei Wochen. Eine Kostenübernahme über diesen Zeitraum hinaus ist nur möglich, wenn dringende medizinische Gründe eine Verlängerung erforderlich machen. Für Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist eine Dauer von bis zu sechs Wochen vorgesehen. Soweit medizinisch erforderlich, können Sie nach vier Jahren erneut eine medizinische Rehabilitation durchführen.

Welche Kosten übernimmt die IKK classic?

Wir übernehmen alle vertraglichen Kosten. Sie tragen lediglich eine Zuzahlung von zehn Euro täglich. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind von dieser Zuzahlung befreit. Für bestimmte Rehabilitationsleistungen zum Beispiel wegen Sucht, psychischer oder altersbedingter Krankheiten zahlen Sie die Zuzahlung maximal für 28 Tage im Kalenderjahr.

Anschlussrehabilitation

Nach schwereren Erkrankungen, wie zum Beispiel einem  Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder auch einem komplizierten Knochenbruch, bedarf es oft weiterer Unterstützung zur Genesung. Daher bietet die IKK classic unmittelbar im Anschluss an die akute Behandlung (beispielsweise eine stationäre Krankenhausbehandlung) Rehabilitationsleistungen an, damit Ihre Gesundheit möglichst vollständig und frühzeitig wieder hergestellt wird.

Dabei zahlen Sie wie bei der Krankenhausbehandlung einen Eigenanteil von 10 Euro pro Tag für insgesamt 28 Tage im Kalenderjahr. Ihre bereits an das Krankenhaus geleisteten Zahlungen werden natürlich angerechnet. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind von den Zuzahlungen befreit.