Kurzzeitpflege

Liegt bei einem Versicherten aufgrund der Schwere seiner Erkrankung ein Bedarf an Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung vor und reichen die Leistungen der häuslichen Krankenpflege nicht aus, kommt die Leistung der Kurzzeitpflege in Betracht. Es handelt sich um eine nachrangige Leistung, bei deren Antrag immer zunächst geprüft werden muss, ob nicht eine Versorgung im häuslichen Umfeld möglich ist.

Der Anspruch auf die Leistungen der Kurzzeitpflege nach dem SGB V wird an die Leistungsansprüche der Kurzzeitpflege nach dem SGB XI angelehnt. Der Anspruch ist auf acht Wochen im Kalenderjahr begrenzt und kann somit auch für mehrere Behandlungsfälle des Versicherten in Anspruch genommen werden, sofern diese Höchstdauer insgesamt nicht überschritten wird.

Im Jahr 2016 beträgt die Leistungshöhe 1.612 Euro und kann in Anspruch genommen werden:

  • für die pflegebedingten Aufwendungen,
  • für die Leistungen der medizinischen Behandlungspflege sowie
  • für die soziale Betreuung durch die Einrichtung

Eine Kurzzeitpflege nach § 39c SGB V ist ausgeschlossen, wenn Leistungsansprüche aus der sozialen Pflegeversicherung bestehen, zum Beispiel auch bereits Leistungsansprüche nach § 123 SGB XI (sogenannte „Pflegestufe 0“).