Leistungsberechtigte

Pflegebedürftigkeit bedeutet: Eine körperliche, geistige oder seelische Erkrankung oder Behinderung führt dazu, dass dauerhaft, also voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem Maße Hilfe bei bestimmten Verrichtungen des täglichen Lebens benötigt wird.

Zu den Verrichtungen des täglichen Lebens zählen die Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung.

Körperpflege

Duschen und Waschen, Kämmen, Rasieren, Zahnpflege

Mobilität

Aufstehen, Gehen, Stehen, Treppen steigen, An- und Auskleiden

Ernährung

Mundgerechtes Zubereiten (Portionieren) der Nahrung, Nahrungsaufnahme

Versorgung des Haushalts

Kochen, Einkaufen, Reinigung der Wohnung, Wäschepflege

Pflegestufen

Die Leistungen der Pflegeversicherung bemessen sich nach folgenden Pflegestufen, die der Gesetzgeber festgelegt hat:

Pflegestufe I
(erhebliche Pflegebedürftigkeit)

im Tagesdurchschnitt mindestens 1,5 Stunden (mehr als 46 Minuten davon für Grundpflege)

Pflegestufe II
(Schwerpflegebedürftigkeit)

im Tagesdurchschnitt mindestens 3 Stunden (mindestens 2 Stunden davon für Grundpflege)

Pflegestufe III
(Schwerstpflegebedürftigkeit)

im Tagesdurchschnitt mindestens 5 Stunden (mindestens 4 Stunden davon für Grundpflege)

Tritt zur körperlichen Pflegebedürftigkeit ein erheblicher Betreuungsaufwand, beispielsweise aufgrund einer Altersverwirrtheit/Demenz, einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Erkrankung hinzu, dann erweitert sich die Pflegestufe. Für Personen, die einen Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege haben, der für eine Pflegestufe nicht ausreicht, entsteht dadurch ein Anspruch der sogenannten Pflegestufe „0“.

Voraussetzung für Leistungsanspruch

Es besteht ein Leistungsanspruch gegenüber der Pflegekasse der IKK classic, wenn

  • eine Vorversicherungszeit in der Pflegeversicherung (mindestens 2 Jahre) erfüllt ist,
  • ein Antrag auf Pflegeleistungen gestellt wurde und
  • eine Pflegebedürftigkeit vorliegt.

Die Art und den Umfang der Pflegebedürftigkeit stellt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) fest. Bei der Beurteilung einer Pflegebedürftigkeit eines Kindes ist der Mehrbedarf gegenüber einem gleichaltrigen Kind ausschlaggebend.

 

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